US-Präsident Donald Trump (80) hat dem Iran mit schweren Raketenangriffen gedroht, nachdem bei der Trauerfeier für den getöteten Ober-Mullah Ali Chamenei († 86) mehrfach Morddrohungen gegen ihn aufgetaucht waren. Auf seiner Plattform „Truth Social“ schrieb Trump: „1000 Raketen sind schussbereit und auf die Islamische Republik Iran gerichtet. Tausende weitere werden unmittelbar folgen, sollte die iranische Regierung ihre weltweit ausgesprochene Drohung wahr machen, den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika – in diesem Fall mich! – zu ermorden oder einen Mordanschlag zu versuchen.“
Befehle bereits erteilt
Die Befehle seien bereits erteilt, und das US-Militär sei „bereit, willens und fähig, innerhalb eines Jahres – mit der Option auf Verlängerung – alle Gebiete Irans vollständig zu vernichten“. Sein Post schließt mit den Worten: „Lob sei Allah!“ Trumps Äußerungen dürften die Spannungen im Nahen Osten erneut verschärfen. Mehrere Tage lang gab es US-Luftangriffe auf den Iran, nachdem iranische Streitkräfte drei Schiffe in der Straße von Hormus zu Beginn der Woche beschossen hatten. Der Iran reagierte mit Vergeltungsangriffen auf Länder in der gesamten Golfregion. Am Freitag erklärte Trump die Waffenruhe für „beendet“.
USA fordern öffentliche Erklärung vom Iran
US-Beamte hatten zuvor vom Iran eine öffentliche Stellungnahme gefordert. Teheran sollte erklären, dass die Straße von Hormus offen bleibt und Schiffe dort nicht mehr angegriffen werden. Bislang reagierte Teheran jedoch nicht auf die Forderung und beharrt darauf, die Route zu kontrollieren und weiterhin Schiffe anzugreifen, die sie durchfahren.
Chamenei beigesetzt
Der Krieg hatte am 28. Februar mit Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen, bei denen der oberste Führer der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, getötet wurde. Mehr als vier Monate später wurde er im Imam-Resa-Schrein seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestattet, wie mehrere iranische Medien in der Nacht auf Freitag übereinstimmend berichteten. Zuvor hatte es eine sechs Tage lange Trauerfeier gegeben.



