US-Präsident Donald Trump hat entschieden zurückgewiesen, die Widerstandsfähigkeit des Irans im laufenden Krieg unterschätzt zu haben. Auf die direkte Frage eines Reporters des Senders Fox News, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, antwortete Trump knapp: „Ich habe nichts unterschätzt.“
Krieg dauert länger als geplant
Der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Krieg gegen den Iran dauert mittlerweile deutlich länger als ursprünglich von der US-Regierung anberaumt. Ein Ende ist trotz intensiver diplomatischer Bemühungen nicht in Sicht. Zu Beginn des Konflikts hatte die US-Regierung erklärt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern werde. Diese Prognose hat sich als falsch erwiesen.
Trumps Einschätzung der Lage
Trotz der anhaltenden Kämpfe betonte Trump, dass die USA den Iran „unglaublich hart“ getroffen hätten. Er hob hervor, dass man bewusst darauf verzichtet habe, Brücken zu zerstören und die Stromversorgung zu unterbrechen. „Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen“, drohte Trump. Der Präsident hatte dem Iran im Verlauf des Krieges mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht.
Waffenruhe brüchig
Seit Anfang April gilt in dem Krieg eine Waffenruhe, die Trump zuletzt einseitig verlängerte. Allerdings haben Spannungen in der Region diese mehrfach ins Wanken gebracht. Der mangelnde Fortschritt bei den diplomatischen Bemühungen sorgt in Washington zunehmend für Frustration. „Die Waffenruhe hängt nur noch am seidenen Faden“, gestand Trump vor seiner Reise nach China ein.
China-Reise ohne Durchbruch
Nach Trumps Besuch in China, einem wichtigen Verbündeten des Irans, blieb zunächst unklar, ob die Reise ein Kriegsende in irgendeiner Form näher gebracht hat. Die diplomatischen Bemühungen laufen weiter, doch ein Ende des Konflikts ist nicht absehbar.



