Iran-Krieg: Trump wirft Teheran Bruch der Waffenruhe vor
Trump: Iran brach Waffenruhe in Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran vorgeworfen, die Waffenruhe-Vereinbarung gebrochen zu haben. Auf der Plattform Truth Social schrieb Trump, der Iran habe mindestens vier Drohnenangriffe gegen Schiffe in der Straße von Hormus gestartet. Eine Drohne habe ein Frachtschiff getroffen, das seine Fahrt trotz Schadens fortsetzen konnte. Das US-Militär habe die anderen drei Drohnen abgeschossen. „Dies ist offensichtlich ein törichter Verstoß gegen unsere Waffenruhe-Vereinbarung“, erklärte Trump. Nähere Angaben zum Zeitpunkt der Angriffe machte er nicht.

Angriff auf Frachtschiff vor Oman

Bereits am Donnerstag war ein Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus bekannt geworden. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte mit, ein „unbekanntes Projektil“ habe die Brücke des Schiffes beschädigt. Der Vorfall ereignete sich vor der Küste des Omans, wenige Stunden nachdem Irans Revolutionsgarden gewarnt hatten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien.

Israel warnt Iran vor Angriff

Israel hat den Iran vor einem Angriff gewarnt, der einen Abzug aus dem Libanon erzwingen soll. Ein iranischer Angriff auf Israel wäre der „größte Fehler“ der Führung in Teheran, sagte Verteidigungsminister Israel Katz. Ein Kommandeur der zur iranischen Revolutionsgarde gehörenden Al-Kuds-Brigaden hatte zuvor erklärt, falls Israel sich nicht freiwillig aus dem Südlibanon zurückziehe, werde es am Ende geschlagen abziehen müssen.

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Israel fordert Libanesen zur Flucht auf

Die israelischen Streitkräfte haben Medienberichten zufolge Flugblätter über einer Stadt im Südlibanon abgeworfen, mit denen die Bewohner zur Flucht aufgefordert werden. Es ist die erste derartige Anordnung seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz. Die Stadt liegt nahe der Grenze des von israelischen Truppen besetzten Gebiets im Südlibanon.

Wadephul trifft Rubio in Washington

Außenminister Johann Wadephul wird am Montag mit seinem US-Kollegen Marco Rubio in Washington zusammentreffen. „Die Außenminister werden sich zur Lage im Nahen Osten beraten“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Es werde auch um die weitere Unterstützung der Ukraine und die Vorbereitung des Nato-Gipfels in Ankara Anfang Juli gehen. Im Anschluss reist Wadephul weiter nach Paraguay, Argentinien und Brasilien.

Iran warnt vor Durchquerung der Straße von Hormus

Der Iran hat vor einer Durchquerung der Straße von Hormus ohne vorherige Abstimmung gewarnt. Eine sichere Passage könne ohne Koordination mit Teheran nicht garantiert werden, erklärte der stellvertretende Außenminister Kasem Gharibabadi auf X. Sollte eine Absprache ausbleiben, könne dies zur Sperrung ausgewiesener Routen führen. Zuvor hatte der Oman in Absprache mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) temporäre Routen festgelegt.

Iranische Behörde: Keine sichere Durchfahrt abseits genehmigter Routen

Die vom Iran eingesetzte Schifffahrtsbehörde für den Persischen Golf (PGSA) garantiert Schiffen in der Straße von Hormus abseits der genehmigten Routen keine sichere Durchfahrt. Für die Folgen einer Passage auf nicht freigegebenen Strecken seien die Schiffseigner, Betreiber und Kapitäne verantwortlich, teilte die Behörde auf X mit.

UN stoppt Schiffsevakuierung nach Angriff

Die IMO setzt nach einem Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman eine Evakuierungsaktion aus. Man wolle prüfen, ob die notwendigen Sicherheitsgarantien weiterhin bestehen, teilte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez mit. Das angegriffene Schiff sei nicht Teil des Evakuierungs-Programms gewesen. Mit der am Dienstag gestarteten Initiative sollten hunderte gestrandete Schiffe und tausende Seeleute die Straße von Hormus sicher passieren können.

Israel lehnt Abzug aus Sicherheitszonen ab

Verteidigungsminister Israel Katz lehnt einen Truppenabzug aus dem Libanon trotz Drucks ab. Die Armee werde so lange wie nötig in den Sicherheitszonen des Nachbarlandes, in Syrien und im Gazastreifen bleiben, sagte Katz. Ein Rückzug aus diesen Gebieten komme nicht infrage.

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Britische Behörde: Schiff vor Oman von Geschoss getroffen

Ein Frachtschiff ist nach Angaben der UKMTO bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus von einem Geschoss getroffen worden. Auf der Brücke des Schiffs sei ein Schaden entstanden, Verletzte gebe es keine. Die iranische Revolutionsgarde hatte zuvor gewarnt, eine von der IMO empfohlene Route sei nicht sicher. Die einzige zugelassene Route sei die vom Iran festgelegte.

NGO: Iran einer der schlimmsten Folterstaaten

Der Iran ist nach Einschätzung der Weltorganisation gegen Folter (OMCT) einer der schlimmsten Folterstaaten der Welt. Folter und Misshandlungen seien systemische Merkmale des iranischen Strafjustiz- und Haftsystems. Auf dem Folterindex erreiche die Islamische Republik die höchste Gefahrenstufe. Im Iran seien 2025 mindestens 1639 Menschen hingerichtet worden – eine der höchsten Hinrichtungsraten weltweit.

Israelischer Soldat im Südlibanon getötet

Im Süden des Libanon ist ein israelischer Soldat getötet und ein weiterer verletzt worden. Die Zahl der bei Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah getöteten Soldaten stieg damit auf mindestens 37.

Oman erhebt keine Gebühren für Durchfahrt

Für die Durchfahrt der Straße von Hormus sollen nach Angaben Omans keine Gebühren erhoben werden. Außenminister Badr al-Busaidi teilte mit, das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran habe das Ziel, die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten.

Zwei Tote bei israelischem Drohnenangriff im Libanon

Bei einem israelischen Drohnenangriff im Südlibanon wurden zwei Menschen getötet, als ein Geschoss in ein Auto einschlug. Es ist der zweite Tag in Folge mit einem solchen Vorfall trotz Waffenruhe.

UN-Organisation: Dutzende Schiffe verlassen Persischen Golf

Der Evakuierungsplan der IMO läuft. Seit Dienstag haben 57 Schiffe mit schätzungsweise 1100 Seeleuten die Straße von Hormus passiert. Der Plan soll insgesamt Hunderten von Schiffen mit rund 11.000 Crew-Mitgliedern die Durchfahrt ermöglichen. Die dänische Reederei Maersk teilte mit, zwei ihrer Schiffe hätten die Meerenge sicher durchquert.

Rubio wirbt bei Golf-Staaten um Unterstützung

US-Außenminister Marco Rubio sicherte den arabischen Golf-Staaten zu, dass ihre Interessen bei einem Abkommen mit dem Iran berücksichtigt werden. In Bahrain warb er um Unterstützung für die Rahmenvereinbarung. Bahrains Außenminister begrüßte Pläne des Oman für einen sicheren Schiffskorridor.

Revolutionsgarden: Neue Route inakzeptabel

Die iranischen Revolutionsgarden bezeichnen eine ohne Abstimmung mit dem Iran angekündigte neue Schifffahrtsroute als inakzeptabel und gefährlich. Eine sichere Durchfahrt sei nur auf den vom Iran festgelegten Routen möglich.

Südkorea: Fünf weitere Schiffe verlassen Straße von Hormus

Fünf weitere von Südkorea betriebene Schiffe haben die Straße von Hormus verlassen. Insgesamt befinden sich noch 13 südkoreanische Schiffe mit 87 Besatzungsmitgliedern in der Meerenge. In den vergangenen 24 Stunden haben rund 72 Schiffe mit etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Straße passiert.

Ölpreise auf Tiefstand seit Beginn des Iran-Kriegs

Die Ölpreise fielen auf den tiefsten Stand seit vor dem Iran-Krieg. Brent verbilligte sich um 4,3 Prozent auf 73,74 Dollar je Barrel, WTI gab um 3,9 Prozent auf 70,34 Dollar nach.

Rubio stellt Iran-Gespräche für kommende Woche in Aussicht

Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran dürften in der kommenden Woche weitergehen, sagte US-Außenminister Marco Rubio. Technische Gespräche würden am Montag oder Dienstag fortgeführt, vermutlich erneut in der Schweiz.

USA: 72 Schiffe mit 20 Millionen Barrel Öl passieren

In den vergangenen 24 Stunden haben rund 72 Schiffe mit etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus passiert. Die Rückkehr zu normalen Öltransporten verzögere sich jedoch wegen iranischer Minen, sagte US-Energieminister Chris Wright. Die USA würden den Ölfluss sicherstellen.

US-Rohöllagerbestände auf tiefstem Stand seit 1984

Die gesamten US-Rohöllagerbestände fielen in der Woche zum 19. Juni um mehr als 15 Millionen Barrel auf 743,3 Millionen Barrel – der niedrigste Stand seit Oktober 1984. Die Bestände am Öllager Cushing sanken auf den tiefsten Wert seit Oktober 2014.

Internationale Stabilisierungstruppe für Gazastreifen wächst

Die internationale Beteiligung an einer Stabilisierungstruppe für den Gazastreifen wächst. Militärs aus Marokko sind in Israel eingetroffen, um Planungen zu unterstützen. Auch Indonesien und Albanien haben sich bereiterklärt, sich zu beteiligen.

Israel will vorerst nicht aus dem Libanon abziehen

Verteidigungsminister Israel Katz kündigte einen Verbleib israelischer Truppen im Libanon an. Die USA hätten Israel nicht zum Rückzug aufgefordert. Israel werde bleiben, solange die Hisbollah eine Bedrohung darstelle.