Trump: Vandalen zerstören Reflecting Pool – Festnahmen nach Farbschäden
Trump: Vandalen zerstören Reflecting Pool – Festnahmen

US-Präsident Donald Trump hat zugegeben, dass der Lincoln Memorial Reflecting Pool in Washington nach einer millionenschweren Sanierung Schäden aufweist. Er macht Vandalen dafür verantwortlich und kündigt Reparaturen an. Mehrere Personen seien wegen Vandalismus festgenommen worden, schrieb Trump bei Truth Social. Für die „sehr ernsthaften Straftaten“ sollten sie mehrere Jahre ins Gefängnis kommen, forderte er.

Trump beschuldigt Vandalen: Riss und Chemikalien im Pool

In einem zweiten Beitrag wurde Trump ausführlicher: „Im Zusammenhang mit dem skandalösen Vandalismus an unserem wunderschönen Reflecting Pool wurden zahlreiche weitere Personen festgenommen.“ Sie hätten mit einer Art Klinge einen rund 76 Meter langen Riss in der „wunderschönen Fassade“ verursacht. Außerdem hätten sie ätzende und zerstörerische Chemikalien in den Pool gegossen, so Trump. Belege lieferte er nicht. Was diese „schrecklichen Vandalen“ angerichtet hätten, sei eine Beleidigung sowohl für Präsident George Washington als auch für Präsident Abraham Lincoln und sollte entsprechend geahndet werden, schrieb Trump.

Pool-Sanierung für 14,2 Millionen Dollar ohne Ausschreibung

Der Pool gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der US-Hauptstadt. Das rund 600 Meter lange Wasserbecken liegt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument. Trump hatte die Anlage für rund 14,2 Millionen Dollar (etwa 12,4 Millionen Euro) renovieren lassen. Der Auftrag war – wie schon bei anderen von Trump initiierten Projekten – ohne Ausschreibung vergeben worden. Trump argumentierte mit einer angeblichen Dringlichkeit: Am 4. Juli finden die Feierlichkeiten zum 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten statt. Im Zuge der Sanierung wurde der Boden mit einer dunkelblauen Beschichtung versehen, die Trump als „amerikanisches Flaggenblau“ bezeichnete. In den vergangenen Tagen färbte sich das Wasser aufgrund von Algen allerdings grün. Außerdem blätterte die blaue Farbe auf dem Boden teils ab.

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Festgenommener: Olympionike David Hearn beteuert Unschuld

Bei einem der Festgenommenen handelt es sich um David Hearn, 67, aus Bethesda im Bundesstaat Maryland. Der ehemalige olympische Kanurennfahrer hielt am vergangenen Freitag nach einer Radtour an dem Pool an, wie er der Nachrichtenagentur AP sagte. Er habe in das Becken gegriffen, weil er die sich ablösende neue Beschichtung fühlen wollte. „Ich bin ein neugieriger Bürger.“ Er sei fast fünf Stunden lang festgehalten worden, bevor er am Freitagabend wieder freikam. Laut „Washington Post“ soll er am 9. Juli vor Gericht erscheinen. Der Zeitung sagte Hearn: „Ich habe nichts mutwillig beschädigt. Ich habe nichts zerstört, zerbrochen oder abgekratzt. Als mir klar wurde, was vor sich ging, wurden mir bereits Handschellen angelegt.“

Reparaturarbeiten sollen schnellstmöglich beginnen

Die neuen Arbeiten sollen laut Trump schnellstmöglich beginnen. Man werde vermutlich gezwungen sein, einen Großteil des Wassers wieder abzulassen, um notwendige Reparaturen durchzuführen, so Trump weiter. Das solle so schnell wie möglich geschehen.

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