Trump verkündet vorzeitig Starmers Rücktritt – Premier unter Druck
Trump verkündet vorzeitig Starmers Rücktritt

US-Präsident Donald Trump hat auf seinem sozialen Medium Truth Social den Rücktritt des britischen Premierministers Keir Starmer vorzeitig verkündet – obwohl dieser noch nicht offiziell zurückgetreten ist. In einer Nachricht schrieb Trump: „Keir Starmer wird als Premierminister des Vereinigten Königreichs zurücktreten. Er ist bei zwei sehr wichtigen Themen kläglich gescheitert: Einwanderung und Energie (Ölförderung in der Nordsee freigeben!). Ich wünsche ihm alles Gute! Präsident DJT.“

Trump demütigt Starmer öffentlich

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump den britischen Premier öffentlich zu demütigen versucht. Seit Monaten attackiert der US-Präsident Starmer regelmäßig. Zuletzt eskalierte ein Streit um die Insel Diego Garcia im Indischen Ozean. Die Briten wollen die Insel abtreten, doch dort sind US-Tarnkappenbomber vom Typ B-2 stationiert, die im Iran-Krieg eingesetzt wurden. Trump war erzürnt, dass Starmer zunächst die Nutzung britischer Militärbasen für die ersten Angriffe auf den Iran untersagt hatte. Wiederholt warf Trump Starmer „Schwäche“ vor und erklärte, die Briten würden „nicht von einem Churchill regiert“ – eine seiner harmloseren Beleidigungen.

Streit um Nordsee-Öl und Energiepolitik

Ein weiterer Konfliktpunkt ist die Energiepolitik: Starmers Regierung vergibt seit ihrem Amtsantritt im Juli 2024 keine neuen Bohrlizenzen für Öl und Gas in der Nordsee mehr. Stattdessen setzt London auf Wind-, Solar- und Atomkraft. Trump wetterte, die Briten würden ihre „Schatztruhe“ nicht öffnen, und forderte: „Schafft die Windräder ab!“

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Starmer unter massivem Druck

Britische Medien berichten, dass Starmer binnen weniger Tage zurücktreten könnte. Die Sonntagszeitung „The Observer“ titelte, Starmer werde voraussichtlich am Montag seinen Rücktritt erklären und dabei „einen Zeitplan für seinen Abschied“ vorstellen. Der „Sunday Telegraph“ berichtete unter Berufung auf Verbündete des angeschlagenen Premiers, er sei „bereit“ zu gehen. Sky News zufolge hat unter anderem die britische Außenministerin Yvette Cooper Starmer zum Rücktritt aufgefordert.

Starmer, der im Juli 2024 ins Amt gewählt wurde, kämpft mit den Folgen einer historischen Niederlage seiner Labour-Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Mai. Seine Beliebtheitswerte sind im Keller, und es mehren sich Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen. Sein parteiinterner Konkurrent Andy Burnham, der bei einer Nachwahl in Nordengland kürzlich ein Parlamentsmandat eroberte, fordert Starmer offen heraus und will ihn als Partei- und Regierungschef ablösen. Starmers Amtszeit könnte eine der kürzesten in der britischen Geschichte werden.

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