Trump präsentiert geschenkten Jumbojet aus Katar als neue Air Force One
Trump zeigt neuen Jumbojet aus Katar als Air Force One

US-Präsident Donald Trump hat trotz anhaltender Korruptionsvorwürfe einen vom Golfemirat Katar geschenkten Jumbojet als künftige Regierungsmaschine der Öffentlichkeit präsentiert. Auf einem Podium vor der Boeing 747 zeigte sich der sichtlich begeisterte Trump und schwärmte von den Vorzügen des Flugzeugs.

Trump lobt Größe und Leistung

„Das andere Flugzeug war etwa 35 Jahre alt, und es war an der Zeit“, sagte Trump mit Blick auf die bisherige Air Force One. Die neue Maschine sei „praktisch doppelt so groß“ wie das Vorgängermodell und wirke auf der Landebahn „sogar noch größer“. Er schwärmte weiter über „die größte Air Force One, die je gebaut wurde“: „Sie fliegt weiter und schneller als jede andere Air Force One.“

Geschenk aus Katar sorgt für Kontroversen

Bereits im Mai 2025 hatte Trump das wertvolle Flugzeug als Geschenk des Golfemirats Katar angenommen – und sich damit scharfe Kritik und Vorwürfe der Bestechlichkeit eingehandelt. Demokraten sprachen von „blanker Korruption“ und drohten mit Protestaktionen im US-Parlament. Trump hingegen verteidigte das Präsent vehement. Es wäre unsinnig und „dumm“, ein solches Angebot für ein „kostenloses, sehr teures Flugzeug“ auszuschlagen, argumentierte er, schließlich spare der amerikanische Steuerzahler damit Geld.

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Technische Details und geplante Einsätze

Laut Air Force soll die Maschine, die nun in einem Hangar auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews nahe Washington steht, zunächst Testflüge absolvieren. Erst danach werde sie offiziell in die aktive Regierungsflotte aufgenommen. Das Flugzeug sei rot, weiß und blau lackiert worden und habe „letzte behördliche Anpassungen“ erhalten. Vor seiner Rede besichtigte Trump die Maschine von innen.

Früheren Angaben zufolge soll die Maschine pünktlich zum 250. Geburtstag der USA am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag, als Regierungsflieger in Dienst gestellt werden. Trump kündigte an, mit dem neuen Jumbojet in die Türkei fliegen zu wollen, wo er Anfang Juli zum Nato-Gipfel in Ankara erwartet wird. Auch wolle er die Boeing 747 für einen Flug zu einer „großen Konferenz“ in China nutzen, ohne jedoch konkreter zu werden.

Wert und rechtliche Bedenken

Früheren Berichten zufolge hat die Maschine vom Typ Boeing 747 einen Wert von etwa 400 Millionen US-Dollar (rund 348 Millionen Euro). Das außergewöhnliche Präsent eines ausländischen Partners wirft rechtliche und ethische Fragen auf. Katars Regierung wies die Kritik zurück. Es handele sich um ein „ganz einfaches Geschäft von Regierung zu Regierung“, sagte Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani dem Sender CNN. Es sei eine normale „Transaktion“. Die vielen Diskussionen um das Thema verstehe er nicht.

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