Tucker Carlson: „Ich bin raus“ – Bruch mit den Republikanern
Tucker Carlson sagt sich von Republikanern los

Der rechte Online-Kommentator Tucker Carlson hat sich öffentlich von der Republikanischen Partei losgesagt. „Auf keinen Fall würde ich die Republikanische Partei unterstützen“, sagte der 57-Jährige im Podcast „Can't be censored“. Er begründete seinen Schritt damit, dass die Republikaner „die Interessen eines anderen Landes über die ihrer eigenen Bürger“ stellten.

Carlson wirft Republikanern Bevorzugung Israels vor

Der langjährige Unterstützer von US-Präsident Donald Trump bezog sich dabei namentlich auf Israel. Carlson hatte Trump bereits zuvor wegen des Iran-Kriegs kritisiert, den die USA gemeinsam mit Israel führen. Die Podcast-Folge wurde bereits in der vergangenen Woche ausgestrahlt, wurde am Montag (Ortszeit) aber von mehreren US-Medien aufgegriffen.

„Ich habe mein ganzes Leben lang die Republikaner gewählt“, sagte Carlson weiter, „aber die aktuelle Politik der Republikaner ist unmoralisch und lässt sich nicht verteidigen. Ich bin raus, und wenn ich aussteige, denke ich, dass viele andere Menschen das ebenfalls tun.“ Wen er stattdessen wählen werde, wisse er allerdings nicht. „Die Demokratische Partei werde ich auch nicht unterstützen“, stellte er klar.

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Trump vor wichtigen Zwischenwahlen unter Druck

Trump steht vor den wichtigen Zwischenwahlen im Kongress Anfang November unter Druck. Die Republikaner wollen ihre hauchdünne Mehrheit in beiden Kammern verteidigen. Viele Anhänger der „Make America Great Again“-Bewegung (MAGA) hatten sich von Trump erhofft, dass er den Fokus mehr auf das Inland legen würde.

Carlsons Karriereweg ist eng mit Trump verknüpft. Vor allem während Trumps erster Amtszeit profilierte sich der Fernsehjournalist als Star beim konservativen US-Sender Fox News. Seine Sendung nutzte er, um Verschwörungstheorien und Falschmeldungen zu verbreiten und gegen Minderheiten zu hetzen. 2023 wurde er entlassen, ohne dass damals Gründe genannt wurden. Kurz nach seinem Aus bei Fox News startete er eine eigene Online-Show.

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