In der Nacht zu Freitag hat die Ukraine zum wiederholten Male Drohnenangriffe auf Moskau gestartet. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden insgesamt 28 ukrainische Drohnen über der Hauptstadt und der Umgebung abgeschossen. Die Angriffe sind Teil einer anhaltenden Serie von Drohnen- und Raketenangriffen, die die Ukraine seit mehreren Wochen gegen Ziele in Russland durchführt.
Hintergrund: Fast 1600 Tage Krieg
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine dauert inzwischen fast 1600 Tage an – länger als der Erste Weltkrieg und länger als der Krieg Nazi-Deutschlands gegen die Sowjetunion. Aus ukrainischer Perspektive wehrt sich das Land seit Februar 2014 gegen die Truppen Wladimir Putins. Die aktuellen Angriffe auf russisches Territorium stellen eine neue Eskalationsstufe dar.
Ziele der ukrainischen Angriffe
Besonders im Fokus der ukrainischen Angriffe stehen die Energieinfrastruktur, Öldepots, Raffinerien und Pipelines. Mit zunehmendem Erfolg: Im Land wird der Treibstoff knapp. Mineralölkonzerne und Tankstellen begrenzen die Abgabe von Benzin, die Preise steigen. Die Angriffe haben bereits zu Versorgungsengpässen geführt, die die russische Wirtschaft und die Bevölkerung belasten.
Parallel zu den Angriffen auf Moskau gab es auch Bombardements in Charkiw, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden, darunter auch Kinder. Die Lage in der Region bleibt angespannt.
Auswirkungen auf die russische Treibstoffversorgung
Die Treibstoffknappheit in Russland wird durch die ukrainischen Angriffe auf Raffinerien und Öldepots weiter verschärft. Experten warnen vor langfristigen wirtschaftlichen Folgen, sollte die Ukraine ihre Angriffe auf die Energieinfrastruktur fortsetzen. Die russische Regierung versucht, die Lage zu stabilisieren, doch die Schäden sind erheblich.
Nach Angaben des ukrainischen Militärs handelt es sich bei den Angriffen um gezielte Schläge gegen militärische und wirtschaftliche Ziele, um Russlands Kriegsführung zu schwächen. „Wir werden unsere Verteidigung fortsetzen und den Druck auf den Aggressor erhöhen“, erklärte ein ukrainischer Militärsprecher.
Internationale Reaktionen
Die internationalen Reaktionen auf die ukrainischen Angriffe sind gemischt. Während westliche Staaten die Ukraine in ihrem Selbstverteidigungsrecht unterstützen, verurteilt Russland die Angriffe als terroristische Akte. Die Vereinten Nationen haben zur Deeskalation aufgerufen, eine diplomatische Lösung ist jedoch nicht in Sicht.
Der Ukraine-Krieg bleibt ein zentrales Thema der internationalen Politik. Die jüngsten Angriffe auf Moskau zeigen, dass die Ukraine zunehmend in der Lage ist, auch tief im russischen Hinterland Schaden anzurichten. Die Entwicklung wird mit Spannung verfolgt.



