US-Militär greift iranische Stellungen an
US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben am Mittwochmorgen mehr als 80 Ziele der iranischen Revolutionsgarde in oder nahe der strategisch wichtigen Straße von Hormus beschossen. Ziel der Angriffe waren unter anderem Flugabwehrsysteme und Küstenüberwachungseinrichtungen. Handyvideos aus der iranischen Stadt Bandar Abbas zeigen demnach Explosionen nach den Einschlägen.
Hintergrund: Iranische Angriffe auf Tanker
Die US-Aktion erfolgte als Reaktion auf mutmaßlich iranische Angriffe auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus. Washington wertet diese als klaren Bruch der bestehenden Waffenruhe. Die Straße von Hormus gilt als eines der wichtigsten Nadelöhre für den globalen Öltransport.
Nato-Generalsekretär verteidigt Luftschläge
Nato-Generalsekretär Mark Rutte äußerte sich am Rande des Nato-Gipfels in Ankara zu den Angriffen und stellte sich hinter die USA. „Ich denke, es war absolut notwendig. Denn, wenn man eine Waffenruhe hat und Iran sie bricht – wir haben gesehen, was gestern passiert ist, Schiffe wurden angegriffen – dann halte ich es für absolut entscheidend, dass die USA reagieren“, so Rutte.
Iranische Vergeltungsangriffe auf Kuwait und Bahrain
Iran reagierte umgehend auf die US-Luftschläge. Nach Angaben aus der Region feuerte die Islamische Republik Raketen und Drohnen auf Kuwait und Bahrain ab. In Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst; die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen und sichere Orte aufzusuchen. Die Lage in der Golfregion bleibt angespannt.



