Die USA haben in Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus erneut Ziele im Iran bombardiert. Präsident Donald Trump genehmigte den Einsatz offenbar vom Nato-Gipfel in der Türkei aus. Die US-Armee teilte mit, dass mehr als 80 Ziele getroffen wurden, darunter iranische Luftabwehrsysteme, Radaranlagen sowie mehr als 60 kleine Boote, die von der paramilitärischen Revolutionsgarde genutzt würden. Der Angriff erfolgte in den frühen Morgenstunden des Mittwochs und wurde nach US-Angaben planmäßig beendet.
Hintergrund: Eskalation an der Straße von Hormus
Die jüngste Militäraktion ist eine direkte Reaktion auf Angriffe gegen Tanker in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Die USA hatten bereits zuvor militärisch auf ähnliche Vorfälle reagiert. Parallel zu den Luftschlägen setzen die USA auch Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft, was den wirtschaftlichen Druck auf Teheran weiter erhöht.
Iran verurteilt Vorgehen als „schwerwiegenden Verstoß“
Die iranische Regierung verurteilte die US-Angriffe umgehend. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi schrieb auf der Plattform X, Washington begehe einen „schwerwiegenden Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. Der Iran werde „entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu wahren“. Iranische Medien berichteten von Explosionen in der Hafenstadt Sirik an der Straße von Hormus sowie auf der Insel Qeschm. Auch aus der Region um die Großstadt Bandar Abbas gab es Berichte über Explosionen. Nach Angaben des iranischen Senders Press TV wurden mehrere Menschen verletzt.
Militärische Details der US-Operation
Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte (Centcom) teilte in den sozialen Medien mit, dass die Angriffe gezielt gegen militärische Infrastruktur der Revolutionsgarde gerichtet waren. Neben Luftabwehrsystemen und Radaranlagen wurden auch mehr als 60 kleine Boote attackiert, die von den Revolutionsgarden für Operationen in der Straße von Hormus genutzt werden. Die US-Armee erklärte, die Angriffe seien notwendig gewesen, um die freie Schifffahrt in der Region zu gewährleisten und weitere Angriffe auf Handelsschiffe zu verhindern.
Internationale Reaktionen und Ausblick
Die internationale Gemeinschaft reagierte besorgt auf die Eskalation. Der Nato-Gipfel in der Türkei, an dem Präsident Trump teilnahm, stand im Zeichen der Krise. Bislang gibt es keine offizielle Stellungnahme der Nato zu den US-Angriffen. Analysten befürchten eine weitere Destabilisierung der Region, da der Iran bereits mit Vergeltung gedroht hat. Die USA haben ihre Truppen in der Golfregion in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die Spannungen zwischen beiden Ländern bleiben auf einem Höhepunkt, während die diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation bisher wenig Erfolg zeigen.



