Ölpreise schießen nach US-Angriffen auf Iran in die Höhe
Ölpreise schießen nach US-Angriffen auf Iran hoch

Die Angst vor einem neuen Öl-Schock ist zurück: Nach massiven US-Angriffen auf den Iran und der Wiedereinführung von Sanktionen gegen iranisches Öl sind die Ölpreise am Mittwochmorgen deutlich gestiegen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 2,6 Prozent auf 76,09 Dollar. Damit kostet ein Barrel Brent inzwischen rund achteinhalb Prozent mehr als noch vor einer Woche. Anfang Juli war der Preis noch auf 70 Dollar gefallen – den tiefsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar.

Hintergrund der Eskalation

Auslöser der neuen Preis-Rallye sind US-Luftangriffe in der Nacht, bei denen nach Angaben des US-Militärs mehr als 80 Ziele im Iran bombardiert wurden. Hintergrund waren erneute Attacken auf Tanker in der strategisch extrem wichtigen Straße von Hormus, einer der wichtigsten Öl-Routen der Welt. Besonders schwer getroffen wurde der katarische Flüssiggas-Tanker „Al-Rekayyat“. Katar macht den Iran für den Angriff verantwortlich und warnt vor einer Gefahr für die internationale Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung.

Wirtschaftlicher Druck auf Teheran

Zusätzlich zu den militärischen Schritten verschärft Washington den wirtschaftlichen Druck. Die USA setzen die erst vor gut zwei Wochen gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Neue Geschäfte mit iranischem Rohöl sowie Petrochemie- und Erdölprodukten sind damit erneut verboten. Ein US-Beamter erklärte, der Iran profitiere nur dann von wirtschaftlichen Erleichterungen, wenn er seinen Verpflichtungen nachkomme. Das Verhalten Teherans in der Straße von Hormus sei „völlig inakzeptabel“.

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Irans Reaktion und drohende Vergeltung

Teheran reagierte umgehend auf die Angriffe. Die US-Angriffe seien ein „schwerwiegender Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. Die Revolutionsgarden warnten: „Jede Fehlkalkulation wird mit einer entschlossenen und noch härteren Antwort als je zuvor beantwortet werden.“ Irans Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb auf X: „Die Ära der Schikane und Erpressung ist vorbei. Wir lassen uns nicht unterkriegen.“

Auswirkungen auf die globalen Märkte

Die neuen Angriffe gelten als schwerste Eskalation seit der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Eigentlich sollten Verhandlungen den Krieg beenden, doch die Gespräche liegen auf Eis. Für die Börsen ist klar: Solange die Lage in der Straße von Hormus außer Kontrolle zu geraten droht und neue Sanktionen den Ölmarkt belasten, dürfte der Preis weiter nach oben tendieren – mit möglichen Folgen für Sprit-, Heizöl- und Energiepreise weltweit.

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