„Widow's Bay“ auf Apple TV: Horror-Comedy mit Sylt-Flair wird zum Überraschungshit
„Widow's Bay“ auf Apple TV: Horror-Comedy wird zum Hit

Die Horror-Comedyserie „Widow's Bay“ auf Apple TV entpuppt sich als Überraschungshit. Die Serie spielt auf einer fiktiven, abgelegenen Insel an der Nordostküste der USA, die an Urlaubsorte wie Sylt oder Martha's Vineyard erinnert – allerdings ist die Idylle trügerisch. Ein Fluch lastet auf der Insel, und ein Serienmörder namens „Boogeyman“ treibt sein Unwesen.

Worum geht es in „Widow's Bay“?

Im Zentrum der Handlung steht Bürgermeister Tom Loftis, gespielt von Matthew Rhys („The Americans“). Er versucht, das Image seiner wenig bemerkenswerten Heimatinsel zu verbessern und den Tourismus anzukurbeln. Doch viele Bewohner stehen ihm skeptisch gegenüber – nicht ohne Grund ist er der Einzige, der das Amt freiwillig übernommen hat. Die Insel ist von düsteren Gerüchten umgeben, insbesondere über den „Boogeyman“, einen nie gefassten Serienmörder, der einst zwei Jugendliche tötete. Viele Einheimische glauben, dass die Insel verflucht ist. Besonders abergläubisch ist der Fischer Wyck Crawford (Stephen Root), der mit seinen Warnungen ständig mit Tom aneinandergerät.

Der Konflikt eskaliert

Der Konflikt spitzt sich zu, als ein Reporter der „New York Times“ zu Besuch kommt. Tom erhofft sich davon einen Aufschwung für den kaum existenten Tourismus, doch Wyck tut alles, um die Ankunft der Reisenden zu verhindern. Früher oder später muss selbst Tom eingestehen, dass auf der Insel nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Insbesondere ein Fluch beschäftigt ihn seit Jahren: Deshalb lässt er seinen Sohn Evan (Kingston Rumi Southwick) seit dessen Geburt nicht auf das Festland.

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Wo ist die Serie zu sehen?

Die zehn Folgen der ersten Staffel, jeweils 30 bis 45 Minuten lang, sind exklusiv auf Apple TV verfügbar. Die Premiere fand Ende April statt, seit Mitte Juni ist auch die letzte Folge abrufbar. Eine zweite Staffel hat Apple bereits beauftragt.

Horror und Humor in perfekter Mischung

Trotz der lustigen ersten Minuten hat „Widow's Bay“ echte Schockmomente zu bieten. Eine Frau, die nachts umherirrt, gruselige Gestalten in Hinterzimmern und der „Boogeyman“ sorgen für Gänsehaut. Eine besonders schaurige Folge erzählt die Vergangenheit der Insel in einem Rückblick ins Jahr 1702: Der Gründer der Siedlung und seine Gemahlin spielen eine zentrale Rolle, die auch 300 Jahre später noch nachwirkt. Der Humor kommt nicht zu kurz, vor allem dank der schrägen Persönlichkeiten wie Toms Assistentin Patricia, die mit exzentrischem Verhalten nach Anerkennung sucht, und Bürgermeister Loftis, der unter Drogeneinfluss oder bei Geisterbeschwörungen unbeholfen wirkt.

Lohnt sich die Serie?

Ja, sehr. Matthew Rhys überzeugt als Bürgermeister Tom Loftis und beweist sein Comedy-Talent. Der Mix aus lustigen Situationen und Horrormomenten funktioniert hervorragend, und das düstere Insel-Setting schafft die perfekte Atmosphäre. Die Serie erntete hervorragende Kritiken: Auf Rotten Tomatoes stehen 93 positive Kritiken nur zwei negativen gegenüber. Branchenmedien wie „Variety“ sehen die Serie bereits als Favorit für die nächsten Emmys, den angesehensten Fernsehpreis der USA.

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