Investmentbankerin: Frauen brauchen eigenes Finanzwissen für Börse
Investmentbankerin: Frauen brauchen Finanzwissen für Börse

Julia Stoetzel, ehemalige Investmentbankerin bei Morgan Stanley in London, hat ein Start-up gegründet, um Frauen zu Börseninvestitionen zu motivieren. Im Interview mit dem Tagesspiegel erklärt sie, warum viele Frauen besondere Hilfe bei der Geldanlage benötigen. „Es ist eben so, dass viele Frauen kein Verständnis für die Abläufe haben. Finanz- und Investitionswissen wird auch nicht weitergegeben, in der Schule nicht, in der Universität nicht“, sagt Stoetzel. Nur wenn Eltern Vermögen aufgebaut haben oder man das Glück habe, an eine Person mit diesem Wissen zu geraten, sei das anders.

Später Einstieg in die Börsenspekulation

Stoetzel selbst begann erst spät, mit Geld zu spekulieren – ein Fehler, wie sie heute zugibt. Sie managte für Morgan Stanley Börsengänge, aber ihr persönliches Investmentwissen kam erst später. „Wenn Sie Geld haben, müssen Sie niemandem nach dem Mund reden“, betont sie. Ihr Start-up zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen und Frauen finanziell unabhängiger zu machen.

Finanzbildung für mehr Unabhängigkeit

Das Problem sei, dass Finanzwissen in der breiten Bevölkerung nicht vermittelt werde. Stoetzel fordert mehr Bildungsinitiativen, insbesondere für Frauen. Sie sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Finanzwissen und persönlicher Freiheit: Wer sein Geld selbst verwalte, sei weniger abhängig von anderen. Ihr Start-up bietet Kurse und Beratung speziell für Frauen an.

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