Die Vereinigten Staaten lockern ihre Sanktionen auf iranisches Öl vorübergehend. Das US-Finanzministerium veröffentlichte eine Genehmigung, die bisherige US-Verbote im Zusammenhang mit Produktion, Lieferung und Verkauf von Rohöl und Erdölprodukten iranischen Ursprungs bis zum 21. August aufhebt. Die Maßnahme ist die bislang größte Sanktionserleichterung seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar.
Hintergrund der Sanktionslockerung
Bereits im März hatten die USA vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl gelockert, das sich auf Schiffen befand. Damit wollten die USA die Energiemärkte beruhigen. Wegen der seit Kriegsbeginn faktisch kaum möglichen Durchfahrt von Tankern durch die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus vor der Küste Irans waren die Preise weltweit stark gestiegen.
Produktive Gespräche in der Schweiz
US-Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die jüngsten Verhandlungen mit dem Iran in der Schweiz als „produktiv“. Teheran habe zugesagt, die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten und Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land zu lassen. Die neue Ausnahmegenehmigung sei Teil des vereinbarten Abkommens mit Teheran.
Rahmenabkommen für vertiefte Gespräche
Mit dem Rahmenabkommen wollen die USA und der Iran vertiefte Gespräche über einen Ausweg aus dem Krieg ermöglichen. Es geht dabei vor allem um das iranische Atomprogramm. US-Vizepräsident JD Vance hatte zuletzt erklärt, ein neues Abkommen mit dem Iran sehe wirtschaftliche Vorteile vor, falls Teheran auf die Anreicherung von Uran verzichte und die Vernichtung seiner Bestände an hoch angereichertem Uran zulasse.
Die Sanktionserleichterung könnte dem Iran Milliarden einbringen und die Energiemärkte beruhigen. Die USA hoffen, durch die Lockerung die Spannungen zu reduzieren und eine diplomatische Lösung zu fördern.



