Iran: Verwundeter Oberster Führer Modschtaba Chamenei schwört Rache für getötete Sicherheitschefs
Verwundeter Iran-Führer Chamenei schwört Rache für Tötungen

Verwundeter Iran-Führer droht mit Vergeltung nach israelischen Angriffen

In einer dramatischen Entwicklung im anhaltenden Konflikt zwischen dem Iran und Israel hat der neue Oberste Führer des Landes, Modschtaba Chamenei, in einer schriftlichen Erklärung Rache für die Tötung mehrerer hochrangiger Sicherheitsvertreter geschworen. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte die Erklärung, die erste öffentliche Wortmeldung Chameneis seit seinem Amtsantritt vor zehn Tagen.

Rache für getötete Sicherheitschefs

In der Mitteilung reagierte der 56-jährige Nachfolger seines bei einem israelischen Luftangriff getöteten Vaters Ayatollah Ali Chamenei auf die Eliminierung des mächtigen Sicherheitschefs Ali Laridschani durch Israel am vergangenen Dienstag. „Die Mörder werden den Preis für ihre Tat bezahlen“, hieß es in der deutlichen Drohung. Chamenei betonte weiter: „Zweifellos zeugt die Ermordung einer solchen Persönlichkeit von seiner Bedeutung und dem Hass der Feinde des Islam gegen ihn.“

Der neue Oberste Führer bezog sich auch auf andere wichtige Vertreter der iranischen Führung, die bei israelischen Angriffen getötet wurden: „Jedes Blutvergießen hat seinen Preis, und die verbrecherischen Mörder dieser Märtyrer werden ihn bald bezahlen müssen.“ Laridschani, der am Mittwoch beigesetzt werden sollte, war erst am vergangenen Samstag beim sogenannten Al-Kuds-Marsch durch Teheran zu sehen gewesen.

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Mehrere hochrangige Todesfälle

Die israelische Armee hatte am Dienstag nicht nur die Tötung Laridschanis bekannt gegeben, sondern auch die Eliminierung von Gholamresa Soleimani, dem Anführer der für die innere Sicherheit im Iran zuständigen Basidsch-Miliz. Beide Todesfälle wurden von Teheran offiziell bestätigt. Am darauffolgenden Mittwoch meldete Israel zudem die Tötung des iranischen Geheimdienstministers Esmail Chatib, was die Führung in der Hauptstadt weiter schwächen dürfte.

Irans Präsident Massud Peseschkian reagierte auf die jüngsten Entwicklungen mit scharfen Worten und sprach von einem „feigen Mord“. Die Serie von Tötungen hochrangiger iranischer Sicherheitsvertreter stellt eine erhebliche Eskalation im bereits angespannten Verhältnis zwischen den beiden Staaten dar.

Gesundheitszustand des neuen Führers unklar

Besondere Aufmerksamkeit erregt der Gesundheitszustand von Modschtaba Chamenei selbst. Seit seiner Wahl zum Obersten Führer am 8. März ist er nicht öffentlich aufgetreten. Medienberichten zufolge wurde er bei demselben Luftangriff auf Teheran verletzt, bei dem sein Vater am 28. Februar getötet wurde. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass Chamenei „verletzt und wahrscheinlich entstellt“ sei.

Die schriftliche Erklärung wirft daher Fragen nach ihrer Authentizität und den tatsächlichen Umständen auf, unter denen sie verfasst wurde. Sollte die Drohung tatsächlich von dem verwundeten und seit Kriegsbeginn untergetauchten Führer stammen, könnte dies auf eine weitere Verschärfung des Konflikts hindeuten. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Sorge, während sich die Spannungen im Nahen Osten weiter zuspitzen.

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