WM 2026: Kempes weist Verschwörungstheorien zurück, DFB verhandelt mit Klopp
WM 2026: Kempes weist Theorien zurück, DFB verhandelt mit Klopp

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko liefert am zehnten Tag erneut reichlich Gesprächsstoff. Während Argentinien-Legende Mario Kempes Verschwörungstheorien um eine angebliche Bevorzugung seines Teams zurückweist, hat die DFB-Spitze die Verhandlungen mit Bundestrainer-Kandidat Jürgen Klopp in New York aufgenommen. Gleichzeitig feiert die internationale Presse den souveränen Einzug Frankreichs ins Halbfinale.

Kempes zu Verschwörungstheorien: „Verlierer werden immer jammern“

Der 71-jährige Weltmeister von 1978, Mario Kempes, hat sich in die Diskussion um eine angebliche Bevorzugung der argentinischen Nationalmannschaft eingeschaltet. „Die Verlierer werden immer jammern“, sagte Kempes dem Sender TyCSports. „Und um zu glauben, dass man dir eine Weltmeisterschaft schenkt, muss man schon sehr, sehr ... sein“, fügte er hinzu. Vor allem im Internet kursieren Spekulationen, dass der Titelverteidiger, der am Sonntag im Viertelfinale gegen die Schweiz antritt, bevorzugt würde. Auslöser war unter anderem eine Szene im ersten Spiel gegen Algerien, als Lionel Messi mit der Sohle in Richtung Achillessehne von Aïssa Mandi trat. Der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak beließ es bei einer Ermahnung. Zudem gab es im Achtelfinale gegen Ägypten mehrere strittige Szenen, die zu Toren der Südamerikaner führten. Auch lobende Aussagen von FIFA-Boss Gianni Infantino über Messi und Argentinien befeuerten die Theorien. Eine faktische Grundlage für die Spekulationen gibt es aber nicht, betont Kempes.

DFB-Spitze auf dem Weg zu Klopp nach New York

DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke sind zu Vertragsgesprächen mit Bundestrainer-Kandidat Jürgen Klopp in die USA aufgebrochen. Nach dpa-Informationen machten sich die Spitzenfunktionäre auf den Weg nach New York, wo die Details zum avisierten Engagement des 59-Jährigen als Nachfolger von Julian Nagelsmann besprochen werden sollen. Am frühen Freitagnachmittag Ortszeit sollen Neuendorf und Watzke in New York eintreffen. Klopp ist der absolute Top-Kandidat für den nach dem WM-Debakel vakanten Posten. Geklärt werden muss unter anderem die Auflösung von Klopps bis 2029 datiertem Vertrag als Head of Global Soccer bei Red Bull. Hierzu soll es nach den DFB-Gesprächen weitere Verhandlungen mit Geschäftsführer Oliver Mintzlaff geben.

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Internationale Presse feiert Frankreich und verneigt sich vor Mbappé

Nach dem souveränen 2:0-Sieg gegen Marokko und dem Einzug ins Halbfinale erhält die französische Nationalmannschaft in den internationalen Medien viel Lob. Besonders Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé stehen im Mittelpunkt. Die französische Sportzeitung L'Équipe titelt: „Nicht aufzuhalten. Erst ineffizient, dann mitreißend: Frankreich bezwingt Marokko und zieht ins Halbfinale der WM 2026 ein.“ Der US-Sender The Athletic fragt: „Kann sie überhaupt jemand stoppen?“ Die spanische Marca schreibt: „Mbappé knackt den unbezwingbaren Bono.“ Die italienische Gazzetta dello Sport urteilt: „Frankreich ist von einem anderen Planeten: Mbappé und Dembélé schießen Marokko aus dem Turnier.“

Spanien-Coach vor Belgien-Duell: Kein Gedanke an Frankreich

Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente will sich nicht mit einem möglichen Halbfinale gegen Frankreich beschäftigen. „Wir denken an nichts anderes als Belgien morgen. Wenn wir da gewinnen, dann sprechen wir über Frankreich“, sagte er vor dem Viertelfinale gegen Belgien. Das 2:0 der Franzosen habe er geschaut, räumte er ein. Vor den Belgiern hat de la Fuente Respekt: „Belgien ist ein sehr starkes Team, Spieler, die es gewohnt sind zu gewinnen. Das wird eine Herausforderung.“ Spanien hat als einzige Mannschaft noch kein Gegentor kassiert bei dieser WM.

Mbappé mit Eisbeutel am Fuß: „Es geht gut“

Kylian Mbappé saß nach seiner Auswechslung gegen Marokko mit einem dicken Eisbeutel am Fuß auf der Bank. Doch der Offensivstar gab Entwarnung. „Ich habe einen Schlag auf die Ferse bekommen, aber es geht gut“, sagte der Angreifer von Real Madrid. Frankreichs Trainer Didier Deschamps verriet, dass Mbappé auch Krämpfe gehabt habe. „Das ist normal, er spielt so viele Spiele“, sagte der Coach.

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Belgiens Trainer: Uns ist egal, ob US-Fans gegen uns sind

Vor dem WM-Viertelfinale gegen Spanien macht sich Belgiens Trainer Rudi Garcia keine Sorgen wegen einer möglicherweise feindseligen Stimmung. Belgien hatte im Achtelfinale Co-Gastgeber USA mit 4:1 besiegt. „Wir haben die USA gerade erst geschlagen in einem Spiel, in dem jeder gegen uns war, also kann es morgen nicht komplizierter sein“, sagte Garcia.

England bangt gegen Norwegen um Einsatz von Guehi

England droht im WM-Viertelfinale gegen Norwegen der Ausfall von Marc Guehi. Der Innenverteidiger klagt über muskuläre Probleme, möglicherweise eine Zerrung im Oberschenkel. Es sei offen, ob Guehi am Freitag mit der Mannschaft trainieren kann. Auch Mittelfeldspieler Declan Rice soll wegen einer Magen-Darm-Erkrankung bereits den zweiten Tag in Folge nicht trainiert haben.

Trotz Elfer-Fehlschuss: Mbappé und Frankreich im Halbfinale

Angeführt von Stürmerstar Kylian Mbappé hat Frankreich zum dritten Mal nacheinander das Halbfinale einer Fußball-WM erreicht. Der große Titelfavorit setzte sich im Viertelfinale hochverdient mit 2:0 gegen Marokko durch. Mbappé scheiterte zunächst mit einem Elfmeter an Marokkos Keeper Bono, traf in der 60. Minute dann aber per Traumtor zur Führung. Der Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé legte nach. Für Frankreich war es der sechste Sieg im sechsten Spiel bei diesem Turnier. Mbappé hat nun insgesamt 20 WM-Tore, nur eines weniger als Rekordhalter Lionel Messi.

Starmer macht Hoffnung auf Feiertag bei England-Finalsieg

Der britische Premierminister Keir Starmer hat Hoffnungen geschürt, es könne im Falle eines Finalsiegs der Engländer einen zusätzlichen Feiertag geben. „Ich will es nicht verschreien, aber fragen Sie mich nochmal, wenn wir ins Finale kommen“, sagte er. Über den 3:2-Sieg gegen Mexiko sagte der Regierungschef, es sei „eine der besten Leistungen Englands gewesen, die ich je gesehen habe“.

Marokko-Fans fiebern dem Viertelfinale entgegen

Am Donnerstag leiten Marokko und Frankreich die Viertelfinalrunde ein. Das französische Team ist in der Favoritenrolle. Marokkanische Fans in Boston glauben trotzdem an einen Sieg.

Unzufrieden mit Hotel: Norweger ziehen vor Viertelfinale um

Norwegens Fußball-Nationalteam hat vor dem WM-Viertelfinale gegen England sein Hotel gewechselt. „Es gab einige Dinge, die hätten besser laufen können, und wir haben sie behoben“, sagte Kapitän Martin Ödegaard. Die ursprüngliche Unterkunft sei von einer großen Baustelle und einer stark befahrenen Straße umgeben gewesen, berichtete das Nachrichtenportal VG.

Sperrstunde in der Schweiz zum WM-Viertelfinale teilweise aufgehoben

In Zürich, Basel und im gesamten Kanton Bern ist in der Nacht zum Sonntag die Sperrstunde aufgehoben, da die Schweiz erstmals seit 1954 wieder im WM-Viertelfinale steht. Das Spiel gegen Titelverteidiger Argentinien wird um 3.00 Uhr MESZ angepfiffen.

Anders als bei Balogun: Fifa schmettert Frankreich-Antrag wegen Olise ab

Die Gelbe Karte gegen Frankreichs Offensiv-Ass Michael Olise aus dem WM-Achtelfinale gegen Paraguay bleibt bestehen. Trainer Didier Deschamps bestätigte eine entsprechende Mitteilung der Fifa. Olise hatte in der Nachspielzeit eine unberechtigte Gelbe Karte gesehen. Womöglich hatte dem französischen Verband der Fall des US-Stürmers Folarin Balogun Hoffnung gemacht, dessen Rote Karte zur Bewährung ausgesetzt worden war.

Nächste Belgien-Kontroverse bei WM mit Gastgeber: Ärger um Trainingsplatz

Belgien reichte erneut Beschwerde ein, weil das ihnen zugewiesene Trainingsquartier „nicht den erforderlichen Mindeststandards“ entspreche. Die Fifa erlaubte den Belgiern daraufhin, beim MLS-Club Los Angeles Galaxy zu trainieren.

Fall Balogun: Trumps WM-Beauftragter legt gegen Schiri nach

Der Fifa-Beauftragte des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, hat Zweifel an der Seriosität des Schiedsrichters Raphael Claus geäußert, der Balogun die Rote Karte gezeigt hatte. Er finde es „höchst verdächtig“, dass gegen Claus im Jahr 2024 bereits wegen falscher Roter Karten und Spielmanipulation ermittelt worden sei. Claus war damals allerdings nur als Zeuge geladen.

Zuschauerschnitt der Fußball-WM unter dem von 1994 in USA

Bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko kommen im Schnitt weniger Zuschauer in die Stadien als 1994. Vor den Viertelfinals liegt die durchschnittliche Zuschauerzahl bei 65.204 je Partie, 1994 lag sie bei 68.991. Wegen der höheren Anzahl an Spielen und 48 teilnehmenden Mannschaften sprengt die WM den Zuschauerrekord aber deutlich: Schon vor den letzten acht Begegnungen haben 6.259.584 Menschen die bislang 96 Partien besucht.

Bayern-Neuzugang Saibari verpasst WM-Viertelfinale

Marokko muss ohne den künftigen Bayern-Profi Ismael Saibari auskommen. „Abgesehen von Saibari stehen alle zur Verfügung“, sagte Trainer Mohamed Ouahbi. Saibari war im Achtelfinale gegen Kanada früh angeschlagen ausgewechselt worden.

Mexikos WM-Jungstar bekommt Schulzeugnis

Der 17-jährige mexikanische Nationalspieler Gilberto Mora, der jüngste Spieler der WM, hat sein Abschlusszeugnis an einer deutsch-mexikanischen Schule erhalten.

Belgiens Torwart erinnert vor Spanien-Duell an WM 2018

Thibaut Courtois erinnerte an den unerwarteten Sieg gegen Brasilien 2018. „Die waren favorisiert und vielleicht hatten sie individuell mehr Qualität. Aber ich habe das Gefühl, wir sind jetzt ein großartiges Team, und wir kämpfen.“

Dalic hört als kroatischer Nationaltrainer auf

Zlatko Dalic tritt nach neun Jahren als Trainer der kroatischen Nationalmannschaft zurück. Dalic hatte Kroatien 2018 ins WM-Finale und 2022 auf Platz drei geführt. Bei der aktuellen WM war Kroatien im Sechzehntelfinale gegen Portugal ausgeschieden.

Argentinischer Schiedsrichter für Frankreich-Spiel? „Nicht paranoid werden“

Frankreichs Verteidiger Dayot Upamecano zeigte sich entspannt, dass ein argentinischer Schiedsrichter das Viertelfinale gegen Marokko pfeift. „Ich konzentriere mich nicht darauf, wer der Schiedsrichter ist. Das haben wir noch nie gemacht.“ Ersatztorwart Robin Risser ergänzte: „Wir dürfen nicht paranoid werden.“

Ägypten legt Beschwerde gegen Schiedsrichter nach WM-Aus ein

Der ägyptische Fußballverband hat Beschwerde gegen den französischen Referee François Letexier eingereicht. Verbandspräsident Hany Abo Rida forderte den Ausschluss des Schiedsrichterteams. Ägyptens Trainer Hossam Hassan sagte: „Uns ist Unrecht widerfahren.“

Rapper Haaland: DJ legt alten Song des Fußball-Stars neu auf

Der norwegische DJ Kygo hat einen zehn Jahre alten Rap-Song von Erling Haaland veröffentlicht. Haaland hatte das Lied „Kygo Jo“ 2016 kreiert. Kygo machte einen Remix daraus und veröffentlichte ihn, nachdem Haaland im Achtelfinale getroffen hatte.

Spontane Jubelfeiern nach Argentiniens dramatischem Sieg

Nach dem 3:2-Erfolg gegen Ägypten kam es in Buenos Aires und anderen Städten zu spontanen Jubelszenen. In San Miguel de Tucumán kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, fünf Personen wurden festgenommen.

Völler will 2014-Weltmeister beim DFB: „Auch in der Pflicht“

DFB-Sportdirektor Rudi Völler wünscht sich mehrere 2014er-Weltmeister in entscheidender Rolle. „Da gibt es einige dabei, die das wollen und das wird auch so kommen“, sagte Völler. Namentlich nannte er Per Mertesacker, Mats Hummels, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira.

Schweiz gewinnt Elfer-Krimi gegen Kolumbien – Messi wartet

Die Schweiz hat nach einem Elfmeter-Krimi Kolumbien aus dem Turnier geworfen und trifft nun im Viertelfinale auf Argentinien. Das 4:3 im Elfmeterschießen beschert der Schweiz das erste Viertelfinale seit 1954.