Berlin-Hamburg: Züge ab 14. Juni wieder, aber langsamer als geplant
Berlin-Hamburg: Züge ab 14. Juni, aber langsamer

Deutsche Bahn: Strecke Berlin-Hamburg wird wieder eröffnet – aber mit Verspätungen

Die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg steht kurz vor dem Abschluss. Ab dem 14. Juni 2026 sollen die Züge wieder fahren. Allerdings wird die Fahrzeit in den ersten zwei Wochen nach der Wiedereröffnung länger sein als geplant. Die Deutsche Bahn teilte mit, dass in dieser Zeit die neue Signal- und Stellwerkstechnik abgenommen und die Belastung mit Testfahrten überprüft werden muss. Aus diesem Grund müssen die Züge abschnittsweise langsamer fahren.

Fahrzeitverlängerung um mehrere Minuten

Die planmäßige Fahrzeit zwischen den beiden Metropolen wird ohnehin länger sein als vor der Sanierung. Statt der bisherigen 105 Minuten sollen die Züge mindestens 107 Minuten benötigen. Ursprünglich war eine Fahrzeit von 90 Minuten vorgesehen, allerdings bei geringerem Verkehrsaufkommen. Nun kommen in den ersten Wochen weitere fünf bis zehn Minuten hinzu, wie der „Tagesspiegel“ berichtete. Die Infrastruktursparte der Bahn passt die Fahrpläne vorsorglich bis zum 30. Juni an.

Probleme mit der Leittechnik

Laut dem „Tagesspiegel“ mangelt es an ausgebildeten Prüfern für die verwendete Leittechnik. Zwei modernisierte Zentralen, an denen mehrere Stellwerke hängen, können noch nicht in Betrieb genommen werden. Daher muss die Bahn auf betroffenen Abschnitten auf ein altes Leit- und Sicherungssystem zurückgreifen, das nur Geschwindigkeiten von maximal 160 Kilometern pro Stunde erlaubt, statt der geplanten 230 Kilometer pro Stunde. Die Bahn hatte bewusst auf noch modernere Technik verzichtet, um Probleme zu vermeiden. Auf Teilen der Strecke wurde die sogenannte Linienzugbeeinflussung gewählt, die eigentlich nicht mehr neu verbaut werden sollte, anstelle des europäischen Standards ETCS.

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Hintergrund der Generalsanierung

Die Strecke Hamburg-Berlin wurde am 1. August 2025 gesperrt und sollte eigentlich Ende April saniert sein. Die Bauarbeiten verzögerten sich jedoch aufgrund des harten Winters, weshalb die Wiederinbetriebnahme nun auf den 14. Juni fällt. Nach dem Konzept der Generalsanierung sperrt die Bahn nacheinander mehrere Hauptstrecken monatelang, um Gleise, Weichen, Bahnhöfe und Leittechnik zu erneuern. Dies soll ständige Störungen durch notwendige Reparaturen im laufenden Betrieb vermeiden.

Nahverkehr und Güterverkehr wieder normal

Die Bahn erklärte, dass ab dem 14. Juni alle Nahverkehrsverbindungen wieder nach regulärem Fahrplan verkehren und der Busersatzverkehr endet. Auch die Kapazitäten für den Güterverkehr zwischen Hamburg und Berlin seien vollständig wiederhergestellt. Alle geplanten Züge fahren in voller Kapazität. Fahrgäste sollten sich kurz vor Fahrtantritt über die elektronische Reiseauskunft auf bahn.de oder in der App DB Navigator über ihre gebuchte Verbindung informieren.

Restarbeiten an Bahnhöfen

An einigen Bahnhöfen entlang der Strecke werden noch Restarbeiten ausgeführt, die wegen der witterungsbedingten Einschränkungen zu Beginn des Jahres nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. Die Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, diese Arbeiten schnellstmöglich abzuschließen. Der bundeseigene Konzern kämpft seit Jahren mit der Pünktlichkeit. Im Mai erreichte die Pünktlichkeit nur knapp eine wichtige Zielmarke: Nur in sechs von zehn Fällen kamen Fernzüge planmäßig an.

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