Kita-Gebühren in Halle steigen nach zehn Jahren um 13,4 Prozent
Kita-Gebühren in Halle steigen nach zehn Jahren um 13,4 Prozent

Die Elternbeiträge für Kindertagesstätten in Sachsen-Anhalt sind zum 1. August 2025 moderat gestiegen. Im Durchschnitt erhöhten sich die Kosten für eine achtstündige Betreuung in der Krippe auf 194,22 Euro und im Kindergarten auf 154,06 Euro. Der Anstieg von 2,0 bis 2,7 Prozent liegt nahe der Inflationsrate von 2,2 Prozent.

Besonders stark fiel die Erhöhung in Halle aus: Für den Kindergarten werden nun 135 Euro pro Monat fällig – ein Plus von 13,4 Prozent. Die Stadt begründet dies mit der ersten Anpassung seit zehn Jahren. Dennoch liegen die Hallenser Beiträge weiterhin unter dem Landesdurchschnitt von 154 Euro.

In Magdeburg blieben die Gebühren dagegen unverändert. Die Landeshauptstadt subventioniert die Elternbeiträge weiterhin zu 50 Prozent. Allerdings zeichnet sich eine Änderung ab: Ein neues Konzept soll eine geringfügige Anpassung nötig machen, wie ein Sprecher mitteilte. Im Haushalt 2026 klafft eine Lücke von 57 Millionen Euro.

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In Seeland (Salzlandkreis) stiegen die Krippengebühren um 33 Prozent auf 215 Euro – der höchste Anstieg im Land. Die Gemeinde reagiert damit auf gestiegene Ausgaben und ein Haushaltsdefizit. In der Verbandsgemeinde Unstruttal (Burgenlandkreis) zahlen Eltern für den Kindergarten nun 240 Euro, 26 Prozent mehr als zuvor.

Nur 19 Prozent der Kommunen in Sachsen-Anhalt haben 2025 die Beiträge erhöht. Viele Gemeinden nehmen jedoch nach Jahren der Stabilität große Sprünge vor, um aufgelaufene Kostensteigerungen auszugleichen. Die Unterschiede zwischen den Orten bleiben enorm.

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