Klopp entlässt neunten Trainer: Ole Werner das neunte „Opfer“
Jürgen Klopp (59) hatte sich als Global-Sportboss von Red Bull viel vorgenommen. Bei seiner Vorstellung im Januar 2025 in Salzburg sprach er davon, mit Trainern anders umgehen zu wollen als andere. „Einfach, weil ich selbst in dieser Situation gewesen bin“, sagte Klopp damals. Er hoffe, dass Trainer acht, neun Jahre bei Red Bull bleiben, weil sie sich gut begleitet fühlten. Doch die Realität sieht anders aus: Am Mittwoch wurde die Entlassung von Leipzig-Coach Ole Werner (38) offiziell bestätigt. Es war bereits die neunte Trainer-Entlassung unter Klopps Ägide.
Klopp als Trainer-Killer: Neun Entlassungen in 17 Monaten
Klopp ist als „Head of Global Soccer Sport“ für sechs Red-Bull-Klubs verantwortlich: RB Leipzig, Red Bull Salzburg, New York Red Bulls, Red Bull Bragantino (Brasilien), Ōmiya Ardija (Japan) und Paris FC. Offiziell wird er in den Trennungsmitteilungen nie zitiert, doch als Berater ist er stets an den Entscheidungen beteiligt. Die Liste der Entlassungen ist lang:
- 30. März 2025: Marco Rose (49, RB Leipzig)
- 23. September 2025: Tetsu Nagasawa (58, RB Omiya Ardija)
- 27. Oktober 2025: Sandro Schwarz (47, New York Red Bulls)
- 27. Oktober 2025: Fernando Seabra (49, Red Bull Bragantino)
- 17. Februar 2026: Thomas Letsch (58, Red Bull Salzburg)
- 22. Februar 2026: Stéphane Gilli (52, Paris FC)
- 18. Mai 2026: Daniel Beichler (37, Red Bull Salzburg)
- 31. Mai 2026: Yuki Miyazawa (40, RB Omiya Ardija)
- 17. Juni 2026: Ole Werner (38, RB Leipzig)
Demichelis wird Klopps 16. Neuer
Marco Rose war im März 2025 der erste Trainer, der nach Klopps Amtsantritt gehen musste – obwohl er einst Klopps Kapitän in Mainz war. Sandro Schwarz, ein weiterer früherer Mainz-Kumpel, folgte im Oktober 2025. Mit Martín Demichelis (45) wird Anfang Juli der 16. Trainer bei RB Leipzig seine Arbeit aufnehmen, der von Klopp mit ausgewählt wurde. Die Geduld des Global-Sportbosses bei Misserfolgen ist offenbar begrenzt.



