Die SPD erreicht im aktuellen Insa-Sonntagstrend nur noch 12 Prozent der Wählerstimmen und liegt damit erstmals hinter den Grünen, die auf 13 Prozent kommen. Dies geht aus einer von der „Bild“-Zeitung in Auftrag gegebenen Umfrage hervor. Die Sozialdemokraten verlieren damit einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche und unterbieten ihren bisherigen Tiefststand.
AfD bleibt mit 29 Prozent stärkste Kraft
Stärkste Kraft bleibt die AfD mit unverändert 29 Prozent. Die Union (CDU/CSU) liegt bei 22 Prozent auf Platz zwei. Die Linke verharrt bei 10 Prozent, während die FDP mit 4 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Das BSW kommt auf 3 Prozent.
„Die SPD hat ein massives Glaubwürdigkeitsproblem“, kommentiert ein Politikwissenschaftler die Entwicklung. „Die Wähler strafen die Regierungspartei für interne Streitigkeiten und mangelnde Durchsetzungskraft ab.“
Trend der letzten Monate setzt sich fort
Der Abwärtstrend der SPD hält bereits seit mehreren Monaten an. Zuletzt hatte die Partei bei vergleichbaren Umfragen zwischen 13 und 14 Prozent gelegen. Der aktuelle Wert von 12 Prozent markiert einen neuen Tiefpunkt. Die Grünen hingegen konnten sich leicht verbessern und liegen nun einen Prozentpunkt vor der SPD.
Die Union verliert ebenfalls an Zustimmung, bleibt aber mit 22 Prozent zweitstärkste Kraft. Friedrich Merz, Parteivorsitzender der CDU, steht intern in der Kritik, da die Umfragewerte der Union weiter sinken.
FDP und BSW unter fünf Prozent
Die FDP konnte im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 4 Prozent zulegen, verfehlt aber weiterhin die Fünf-Prozent-Hürde. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bleibt bei 3 Prozent stabil. Die Linke hält ihren zweistelligen Wert von 10 Prozent.
Insgesamt zeigt die Umfrage eine fortgesetzte Schwäche der Ampel-Koalition. SPD, Grüne und FDP kämen gemeinsam auf nur 29 Prozent – weit entfernt von einer Regierungsmehrheit.



