Ein Planspiel im Deutschen Bundestag ist von einem rechtsextremen Vorfall überschattet worden. Ein Teilnehmer zeigte das sogenannte White-Power-Handzeichen, wie ein Sprecher des Bundestages bestätigte. Der Jugendliche wurde daraufhin am Dienstagmorgen von der Veranstaltung ausgeschlossen.
Was ist passiert?
Während des Planspiels „Jugend und Parlament“ stellten Jugendliche parlamentarische Verfahren nach. Dabei kam es zu dem Vorfall. Die „Rheinische Post“ berichtete zuerst darüber. Das White-Power-Handzeichen wird in rechtsextremen Kreisen verwendet, um eine angebliche Überlegenheit weißer Menschen auszudrücken. Die Fingerhaltung steht für die Buchstaben „W“ und „P“.
Reaktionen und Konsequenzen
Der Bundestag reagierte umgehend: Der Teilnehmer wurde von dem Planspiel ausgeschlossen. Die Veranstaltung, bei der mehr als 250 junge Erwachsene aus ganz Deutschland teilnahmen, diente dazu, parlamentarische Entscheidungsprozesse realitätsnah zu erleben. Vom 6. bis 9. Juni berieten die in Fraktionen aufgeteilten Jugendlichen vier fiktive Gesetzentwürfe.
Der Vorfall zeigt, wie wichtig es ist, rechtsextreme Symbole und Gesten ernst zu nehmen und konsequent dagegen vorzugehen. Der Bundestag betonte, dass solche Vorfälle nicht toleriert werden.



