Ich hörte auf Rangnick und verlor 100 Euro – mein Geld zurück!
Ich hörte auf Rangnick und verlor 100 Euro – Geld zurück!

Ein BILD-Reporter hat am Montagabend 100 Euro auf einen Sieg der österreichischen Nationalmannschaft gegen Argentinien gesetzt – und verloren. Grund war ein Aufruf von Österreichs Trainer Ralf Rangnick (67), der vor dem Spiel gesagt hatte: „Wer sehr viel Geld gewinnen möchte, der geht am besten heute noch ins Wettbüro ... und setzt auf uns.“ Die Quote bei Interwetten lag bei 7,5, sodass aus 100 Euro nach Steuern 710,25 Euro hätten werden können. Andere Wettanbieter wie Tipico (7,8), Betano (7,6) und bwin (7,25) boten ähnliche Quoten.

Der Traum vom schnellen Geld

Der Reporter ließ sich von Rangnicks Überzeugung anstecken. „Ralf Rangnick gehört zu den prägendsten deutschen Fußball-Persönlichkeiten dieses Jahrhunderts. Ob Schalke, Hoffenheim oder Leipzig – Fußball verstanden hat er definitiv“, schreibt er. Am Abend saß er im Golgatha Biergarten in Berlin-Kreuzberg und überlegte, was er mit dem Gewinn anfangen würde: sparen, investieren, den Biergarten einladen oder sogar auf den WM-Titel von Österreich setzen. Kurz nach 19 Uhr war Anpfiff.

Der Schock: Elfmeter für Argentinien

Dann kam der Schock: Mainz-Verteidiger Stefan Posch grätschte Lautaro Martínez im Strafraum um. Schiedsrichter Amin Omar zeigte zunächst nicht auf den Punkt, doch der VAR meldete sich. Elfmeter für Argentinien. Ausgerechnet Lionel Messi (38) trat an – der achtmalige Weltfußballer, der mit 16 WM-Toren den Rekord von Miroslav Klose einstellen konnte. „Ich schaue angespannt hin. Und dann passiert etwas Unglaubliches. Messi verschießt! Der Ball geht vorbei. Der Superstar wirkt plötzlich ganz menschlich.“ Österreich wurde besser, der Reporter bestellte das nächste Bier.

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Messi schreibt Geschichte

Doch in der 38. Minute brachte Facundo Medina den Ball in die Mitte, Messi lief ein und traf gegen die Laufrichtung von Torwart Alexander Schlager zum 1:0. Der Reporter dachte an den 8. Juli 2014, als Deutschland Brasilien 7:1 besiegte und Klose seinen 16. WM-Treffer erzielte. „Für den damals 16-jährigen Linus ist es einer der schönsten Fußballabende seines Lebens. Fast zwölf Jahre später fällt dieser Rekord. Und obwohl ich als Deutscher natürlich ein bisschen wehmütig werde, kann ich nur anerkennen: Wenn ihn einer brechen durfte, dann Lionel Messi.“

Die zweite Hälfte: Nichts zu holen

In der zweiten Hälfte passierte nicht mehr viel. Michael Gregoritsch setzte in der 67. Minute einen Kopfball knapp über das Tor. In der 95. Minute traf Messi erneut – sein fünftes Turniertor. Argentinien gewann verdient. Der Reporter verneigte sich vor Messi: „2014 brach Klose den Rekord und Deutschland wurde gegen Messi und Argentinien Weltmeister. Jetzt schreibt der Weltstar seine eigene Geschichte.“

Fazit: Rangnick nicht schuld

„Meine 100 Euro sehe ich nie wieder. Und natürlich sind daran weder Rangnick noch Messi schuld. Ich habe mich selbst entschieden, den Tipp des österreichischen Nationaltrainers anzunehmen. Mit überschaubarem Erfolg.“ Der Reporter schließt mit einem ironischen Appell: „Lieber Herr Rangnick: Sollten Sie irgendwann noch einmal einen Geheimtipp fürs Wettbüro haben – rufen Sie mich vielleicht vorher kurz an. Am Donnerstag spielt Deutschland gegen Ecuador. Es gibt eine 2,0er-Quote. Vielleicht probiere ich es einfach noch einmal.“

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