Nach jeder Wahl rückt die Frage in den Fokus, wie Erstwähler abgestimmt haben – also jene, die zum ersten Mal wahlberechtigt waren. Bei der Bundestagswahl 2025 gab es in Deutschland rund 2,3 Millionen Erstwähler, wie die Wahlstatistik zeigt. Insgesamt waren 60,51 Millionen Menschen wahlberechtigt. Das Mindestalter für die Bundestagswahl liegt bei 18 Jahren; bei Landes- und Kommunalwahlen variiert es je nach Bundesland zwischen 16 und 18 Jahren. Personen, die bereits in früheren Wahlen wahlberechtigt waren, aber nicht teilnahmen, zählen nicht als Erstwähler.
Linke bei Erstwählern deutlich stärker als im Gesamtergebnis
Laut der Nachwahlanalyse des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap stimmten Erstwähler am häufigsten für Die Linke: rund 25 bis 26 Prozent. Dies liegt deutlich über dem Gesamtergebnis der Partei von etwa neun Prozent. Die Linke versteht sich als demokratisch-sozialistisch und politisch links. Damit zeigt sich, dass die Partei bei jungen, neuen Wählern besonders gut ankommt.
AfD auf Platz zwei, CDU/CSU nur Dritter
Die AfD landete bei den Erstwählern mit 19 bis 21 Prozent auf dem zweiten Platz. Ihr Gesamtergebnis lag bei 20,8 Prozent – die rechtspopulistische bis rechtsextreme Partei schnitt also bei Erstwählern ähnlich ab wie im Gesamtwählerfeld. Die CDU/CSU, die die Wahl insgesamt mit 28,5 Prozent gewann, erreichte bei den Erstwählern lediglich 14 Prozent und belegte damit den dritten Platz. Dies unterstreicht die unterschiedlichen Präferenzen zwischen jungen und älteren Wählern.



