Gender-Posse in Österreich: Vom Mann zur Frau und wieder zurück
In Österreich sorgt ein ungewöhnlicher Fall für Aufsehen: Walter Gerhard Piranty, ein 60-jähriger Wiener mit Glatze und muskulösem Körperbau, lebte fast ein Jahr lang offiziell als Frau Waltraud. Nun hat das zuständige Amt den Geschlechtseintrag wieder rückgängig gemacht und ihn erneut zum Mann erklärt.
Der umstrittene Geschlechtswechsel
Vor etwa einem Jahr erschien Piranty beim Wiener Magistrat, um seinen Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich ändern zu lassen. Als die Beamten anmerkten, dass er äußerlich nicht wie eine Frau wirke, wies er dies als sexistisch zurück. Mit einem psychiatrischen Gutachten für 150 Euro, das seinen Wunsch bestätigte, erhielt er schließlich einen Personalausweis mit dem Namen Waltraud Gerhard Piranty.
Doch jetzt griff Innenminister Gerhard Karner ein und ordnete eine erneute Prüfung des Falls an. In der Begründung hieß es, dass die ständige Rechtsprechung zwar kein bestimmtes Aussehen wie Nagellack oder lange Haare verlange, aber eine Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes in Richtung des Wunschgeschlechtes. Piranty lehnte dies weiterhin ab.
Hintergründe und mögliche Motive
Der Wiener, der als Hausmeister in einem Bordell arbeitet, gilt in linken Kreisen als rechtsextrem. Er teilte auf sozialen Medien Bilder der Waffen-SS und schrieb zum Tod des Neonazi-Anwalts Horst Mahler Ruhe in Frieden. Piranty selbst bezeichnet sich hingegen als bürgerlich.
Der Geschlechtswechsel im vergangenen Jahr brachte ihm handfeste Vorteile:
- Er entging einer Haftstrafe wegen Betrugs, da Österreichs einziges Frauengefängnis ihn nicht aufnehmen wollte.
- Als Frau hätte er mit 60 Jahren in Rente gehen können, während Männer in Österreich erst mit 65 pensioniert werden.
Offene Fragen und Einspruch
Unklar bleibt, ob Piranty nun seine Haftstrafe antreten muss und ob dies wirklich das Ende der Gender-Posse ist. Laut Berichten der Kronen Zeitung hat er bereits Einspruch gegen die Rückänderung seines Geschlechtseintrags eingelegt. Der Fall zeigt die komplexen rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen rund um Geschlechtsänderungen und deren Missbrauchsmöglichkeiten auf.



