AfD-Nachwuchs rebelliert: Parteiausschlussverfahren gegen Jungpolitiker Kevin Dorow
AfD-Jugend gegen Parteispitze: Ausschlussverfahren gegen Dorow

AfD-Jugend rebelliert gegen Parteiführung nach Ausschlussverfahren

Die AfD befindet sich erneut in turbulenten Gewässern. Nach Vorwürfen von Vetternwirtschaft und Betrug innerhalb der eigenen Reihen eskaliert nun der Konflikt mit der neu gegründeten Jugendorganisation Generation Deutschland. Der AfD-Bundesvorstand unter der Führung von Alice Weidel (47) und Tino Chrupalla (50) hat ein Parteiausschlussverfahren gegen das Jungvorstandsmitglied Kevin Dorow (27) eingeleitet.

Vorwürfe von NS-Anspielungen lösen Krise aus

Auslöser des Verfahrens sind Anspielungen Dorows auf die NS-Zeit. In seiner Bewerbungsrede für den Vorstand der Jugendorganisation zitierte der 27-Jährige eine Parole, die historisch von der Hitlerjugend genutzt wurde. Der POLITICO-Podcast „Inside AfD“ berichtete als erstes über diese Entwicklung.

Innerhalb der AfD-Nachwuchspolitiker herrscht nun Unverständnis bis hin zu offener Wut gegenüber der Parteispitze. Dorow, der im November mit beeindruckenden 89 Prozent der Stimmen in den GD-Vorstand gewählt wurde, gilt als große Hoffnung der jungen Rechtsaußen-Fraktion.

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Jugendorganisation fühlt sich übergangen

Besonders brisant: Die Führungsspitze der Generation Deutschland wurde nach BILD-Informationen nicht vorab über das Ausschlussverfahren informiert. „Der Parteinachwuchs wurde eiskalt erwischt“, kommentiert eine Insiderquelle die Vorgehensweise.

Kevin Dorow äußerte sich gegenüber BILD deutlich: „Ich bin gern zu einem Dialog mit dem Bundesvorstand bereit. Aber ich halte das Ausschlussverfahren gegen mich für falsch und sehr fragwürdig.“ Besonders ärgert den Jungpolitiker, dass er erst durch eine Medienanfrage von dem Verfahren erfuhr. Entschieden erklärt Dorow: „Ich werde gegen meinen Parteiausschluss kämpfen, ziehe mich sicher nicht zurück.“

Solidaritätsbekundungen und interne Spannungen

In den sozialen Medien mehren sich Solidaritätsbekundungen für Dorow. Wendelin Nepomuk Fessl (31), Vorstandsmitglied und Sprecher der Generation Deutschland, bestätigt: „Die zahlreichen Solidaritätsbekundungen bestätigen unsere Einschätzung, dass der Beschluss zum Parteiausschlussverfahren falsch war. Insbesondere die Art und Weise der Kommunikation war aus unserer Sicht unbefriedigend.“

Damit kriselt es erstmals deutlich zwischen dem Parteinachwuchs und der Mutterpartei. Die Spannungen werden zusätzlich durch organisatorische Probleme verschärft – die GD verfügt noch immer über kein offizielles Logo und hat keinen Vertreter im AfD-Bundesvorstand.

Kaderschmiede in der Krise

Eigentlich sollte zwischen der Jugendorganisation und der AfD eine enge Verbindung entstehen. Parteichefin Alice Weidel plante, die Generation Deutschland zu einer Kaderschmiede für den politischen Nachwuchs auszubauen. Auch der Parteijugend-Chef Jean-Pascal Hohm (29) hält die Entscheidung für falsch.

Intern will die GD-Führung nun Gespräche mit dem AfD-Vorstand über die Zukunft Dorows führen. Die Situation offenbart tiefgreifende Differenzen innerhalb der rechtspopulistischen Partei und wirft Fragen über die künftige Ausrichtung der Jugendorganisation auf.

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