Burkhard Kieker, der Geschäftsführer von Visit Berlin, geht nach fast 18 Jahren in den Ruhestand. Vor seinem Abschied Ende Juni nutzt er die Gelegenheit, um seinen Mitbewohnern, den Berlinern, einige Botschaften mit auf den Weg zu geben. In einem Interview mit dem Tagesspiegel betont Kieker, dass die guten Jahre im Berlin-Tourismus vorbei seien. Die Zahl der Gäste stagniere, und es werde viel über die Gründe diskutiert: schlechte Flugverbindungen, Wirtschaftskrise oder der verblassende Glanz der Stadt. Doch Kieker sieht die Schuld auch bei den Berlinern selbst, die zu sehr meckern und sich zu wenig über die positiven Aspekte der Stadt freuen.
Kieker: „Im Vergleich zu San Francisco geht es uns hier noch gold“
Kieker empfiehlt den Berlinern mehr Gelassenheit und Fröhlichkeit im Umgang mit den Problemen der Stadt. Er vergleicht Berlin mit San Francisco und stellt fest, dass es den Berlinern im Vergleich noch sehr gut gehe. Der scheidende Tourismus-Chef ist überzeugt, dass die Stadt trotz aller Herausforderungen weiterhin attraktiv für Besucher ist. Er appelliert an die Bürger, die Stärken Berlins nicht aus den Augen zu verlieren und sich nicht von negativen Schlagzeilen beeinflussen zu lassen.
Letztes Interview als Visit-Berlin-Chef
Das Gespräch mit dem Tagesspiegel ist Kiekers letztes Interview in seiner Funktion als Chef von Visit Berlin. Er nutzt die Gelegenheit, um noch einmal deutlich zu machen, dass Berlin aus seiner Sicht eine großartige Stadt ist, die jedoch unter der oft negativen Grundstimmung leidet. Kieker hofft, dass die Berliner lernen, die positiven Seiten ihrer Stadt mehr zu schätzen und mit mehr Optimismus in die Zukunft zu blicken.



