Bei der Bundestagswahl 2025 gaben 17,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme nicht ab – das sind mehr als 10 Millionen Menschen. Seit den 2000er-Jahren lag der Anteil der Nichtwähler stets zwischen 20 und 30 Prozent. Zur Einordnung: Die Berechnung der Stimmanteile der Parteien bezieht sich nur auf die abgegebenen gültigen Stimmen, Nichtwähler werden nicht berücksichtigt.
Gründe für die Wahlenthaltung
Das Wahlforschungsinstitut infratest dimap befragte nach der Wahl mehr als 500 Nichtwähler zu ihren Motiven. Die wichtigsten Ergebnisse: Viele sind allgemein unzufrieden mit der Politik, fanden keine passende Partei oder hatten den Eindruck, alle Parteien seien gleich. Zudem glauben viele, mit ihrer Stimme nichts bewirken zu können.
Soziale Faktoren spielen eine Rolle
Studien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, nicht zu wählen, bei Menschen mit geringem Einkommen und niedrigem Bildungsstand besonders hoch ist. Die soziale Lage beeinflusst demnach die Wahlbeteiligung maßgeblich.



