Die WM 2026 ist in vollem Gange, und schon am zweiten Spieltag gibt es reichlich Gesprächsstoff. Lionel Messi verzauberte beim 3:0-Sieg Argentiniens gegen Algerien mit einem Dreierpack, doch eine Szene in der 31. Minute überschattet die Gala. Der 38-jährige Superstar trat Algeriens Aissa Mandi von hinten in die Wade und Achillessehne – ein Foul, das nach Ansicht von Experten eine Rote Karte verdient hätte.
Messi-Foul: Rot oder nicht?
Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigte sich bei MagentaTV überzeugt: „Für mich ist das eine Rote Karte. Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde.“ Auch ARD-Experte Thomas Hitzlsperger kritisierte: „Das ist mindestens eine Gelbe Karte. Da hat er deutlich überzogen.“ Doch Schiedsrichter Szymon Marciniak aus Polen beließ es bei einer Ermahnung, und auch der Video-Assistent griff nicht ein.
Ittrich analysierte, dass zwei von drei Kriterien für Rot erfüllt seien: Messi hatte „nullkommanull“ Chance auf den Ball, und das Trefferbild sah „übel“ aus. „Das Einzige, was fehlt, ist die Dynamik“, so Ittrich. „Wenn der Schiedsrichter Rot gezeigt hätte, wäre das safe nicht zurückgenommen worden.“ Bei einem Platzverweis hätte Messi seine weiteren Tore in der 60. und 76. Minute nicht erzielt und damit nicht den WM-Rekord von Miroslav Klose (16 Tore) eingestellt.
Österreich feiert Auftaktsieg
Österreich startete mit einem 3:1 gegen Jordanien in die erste WM seit 28 Jahren. Das Team von Ralf Rangnick profitierte von einem Eigentor und einem späten Elfmeter. Ein KI-Video der Wiener Firma Sequence Five sorgt derweil für Aufsehen: Es zeigt eine fiktive Zukunft, in der Österreich 2056 Weltmeister ist. Das Video wurde bereits 160.000 Mal auf YouTube geklickt.
Spionagevorfall bei Südkorea
Ein möglicher Spionagefall sorgt bei Südkorea für Aufregung. Vor dem wichtigen Spiel gegen Mexiko wurde eine Drohne über dem nicht öffentlichen Training in Zapopan gesichtet. Ein mexikanischer Militärangehöriger brachte sie zum Absturz, doch die Täter konnten fliehen. Der südkoreanische Verband informierte die FIFA.
Tuchel singt Hymne nicht mit
Englands Trainer Thomas Tuchel verweigert weiterhin das Mitsingen der Nationalhymne „God save the King“. Eine Ausnahme würde er nur im WM-Finale machen. „Noch nicht“, sagte er vor dem Auftakt gegen Kroatien. „Ich möchte niemanden beleidigen.“
Weitere WM-News
- Kommentator gefeuert: Der türkische Sender TRT zog einen Kommentator nach einer Verwechslung von Iran und Neuseeland ab.
- Einreise-Streit mit Iran: Die USA bleiben hart: Irans Team muss nach jedem Spiel ausreisen.
- Bierpreise: In Santa Clara kostet Importbier bis zu 23 Dollar (19,80 Euro) – ein Rekord.
- Levi's Werbecoup: Die Jeansmarke umging das FIFA-Werbeverbot im Stadion durch Abdeckung der Buchstaben.
Die WM in den USA, Mexiko und Kanada bleibt also auch abseits des Platzes für Schlagzeilen gut.



