Munitionsmangel: Ukrainische F-16-Piloten griffen im Winter auf gebrauchte Raketen zurück
Munitionsmangel: Ukrainische F-16-Piloten griffen im Winter auf gebrauchte Raketen zurück

Kiew – Die ukrainische Luftwaffe hatte im Winter wochenlang mit einem massiven Munitionsmangel zu kämpfen, wie Insider der Nachrichtenagentur Reuters enthüllten. Zwischen Ende November und Mitte Dezember verfügten die F-16-Piloten nicht über genügend Raketen, um die verstärkten russischen Angriffe auf die Energie-Infrastruktur abzuwehren. Der Nachschub der Verbündeten reichte nicht aus.

Dramatisch: Als die Lieferungen ins Stocken kamen, standen den Piloten nur noch eine Handvoll „Sidewinder“-Raketen (Typ AIM-9) aus den USA zur Verfügung – für das gesamte Geschwader. In ihrer Not griffen sie auf bereits gebrauchte Raketen zurück, die bei früheren Einsätzen nicht gezündet hatten. Sie hofften, dass die Raketen nach einer Wartung bei der zweiten Verwendung funktionieren würden, was in einigen Fällen gelang.

Die Enthüllung zeigt die zeitweise prekäre Lage der ukrainischen Luftabwehr. Die Piloten flogen auch Einsätze bei Tageslicht und versuchten, nahende Drohnen mit ihren Bordkanonen unschädlich zu machen. Die Ursache des plötzlichen Raketenmangels blieb zunächst unklar; ausländische Partner hätten jedoch mitgeteilt, dass sie über keine Bestände mehr verfügten.

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Kurz vor Beginn der großen russischen Angriffswelle wurde die Lücke geschlossen. Von nicht genannten Partnern wurden Luft-Luft-Raketen geliefert. Insider berichteten, Deutschland und Kanada hätten in den vergangenen Monaten Raketen vom Typ AIM-9 geliefert. Das kanadische Verteidigungsministerium erklärte, man spende AIM-9M-8-Raketen aus Beständen der Streitkräfte. Das deutsche Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme zu spezifischen Lieferungen ab.

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