BER: Zahlreiche Flugausfälle durch Pilotenstreik bei Lufthansa-Gruppe
BER: Flugausfälle durch Lufthansa-Pilotenstreik

BER: Zahlreiche Flugausfälle durch Pilotenstreik bei Lufthansa-Gruppe

Am Hauptstadtflughafen BER müssen Reisende am heutigen Montag mit erheblichen Flugausfällen rechnen. Grund dafür ist ein 48-stündiger Pilotenstreik bei der deutschen Lufthansa-Gruppe, der in der Nacht auf Montag begonnen hat und bis Dienstag andauern soll. Insgesamt wurden knapp 40 Starts und Landungen von Lufthansa und Eurowings gestrichen, wie aus den aktuellen Fluginformationen auf der Internetseite des BER hervorgeht.

Betroffene Verbindungen und Streikdetails

Besonders betroffen von den Ausfällen sind Flugverbindungen von und nach den Drehkreuzen Frankfurt und München. Darüber hinaus sind auch Strecken nach Köln/Bonn, Düsseldorf, Stuttgart und Zürich von den Streichungen betroffen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat zu den Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa und mehreren Tochtergesellschaften aufgerufen.

Zum Streik aufgerufen sind die VC-Mitglieder bei der Deutschen Lufthansa AG, der Lufthansa Cargo AG, der Lufthansa Cityline GmbH sowie der Eurowings GmbH. Bei Eurowings wird der Streik allerdings nur am Montag durchgeführt, während er bei den anderen Gesellschaften bis Dienstag andauert.

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Umbuchungsmöglichkeiten für betroffene Passagiere

Der Flughafen BER empfiehlt allen Reisenden dringend, sich vorab über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren. Diese Informationen sind auf der Website der Lufthansa verfügbar. Das Unternehmen hatte angekündigt, betroffene Passagiere bis spätestens Sonntagvormittag über mögliche Streichungen oder Umbuchungen zu informieren.

Im Falle eines Flugausfalls werden Fluggäste laut Lufthansa kostenlos und in der Regel automatisch auf einen anderen Flug umgebucht. Über diese Änderungen werden die Passagiere per Handy benachrichtigt. Sollte kein Ersatzflug verfügbar sein, bietet die Lufthansa eine besondere Alternative an: Das Flugticket kann in ein Zugticket der Deutschen Bahn umgewandelt werden.

Hintergrund des Tarifkonflikts

Hintergrund der aktuellen Pilotenstreiks der Vereinigung Cockpit sind anhaltende Tarifkonflikte. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Fragen der betrieblichen Altersversorgung und der Vergütung bei der Regionaltochter Cityline. Es handelt sich bereits um den dritten Warnstreik der Cockpit-Beschäftigten der Lufthansa in diesem Jahr, der sich speziell auf die betriebliche Altersvorsorge bezieht.

Die Lufthansa hat die Streikankündigung der Spartengewerkschaft VC scharf kritisiert. Nach Unternehmensangaben stellt diese Maßnahme eine völlig neue Stufe der Eskalation in dem bereits länger schwelenden Tarifkonflikt dar. Die Situation bleibt angespannt, während tausende Passagiere am BER mit den Folgen der Arbeitsniederlegungen konfrontiert sind.

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