Tausende in Berlin demonstrieren für Ukraine und fordern mehr Unterstützung
Am vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben sich Tausende von Menschen in Berlin versammelt, um ihre Solidarität mit dem angegriffenen Land zu bekunden. Die Demonstranten zogen über den Boulevard Unter den Linden zum Brandenburger Tor, das in den Nationalfarben der Ukraine angestrahlt wurde, und erinnerten dabei an die Opfer des Konflikts.
Ukrainischer Botschafter lobt deutsche Hilfe
Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev sprach auf einer Bühne direkt vor dem Brandenburger Tor, umgeben von mehr als zwei Dutzend Botschaftern europäischer Länder. Er betonte, dass Frieden nicht vom Himmel falle, sondern erkämpft werden müsse. Makeiev bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung aus Deutschland, das inzwischen als wichtigster Unterstützer der Ukraine gilt.
„Im letzten Jahr haben wir zum ersten Mal deutsche Investitionen in die ukrainische Rüstungsindustrie erhalten“, sagte Makeiev. „Und wir bauen Drohnen, die Ziele tief im russischen Territorium erreichen, auch dank deutscher Unterstützung.“ Während der Kundgebung war die Forderung nach mehr Waffen für die Ukraine mehrfach zu hören, sowohl von der Bühne als auch aus der Menge.
Berlins Bürgermeister bekräftigt Solidarität und sendet Signal an Moskau
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner von der CDU sicherte der Ukraine weiterhin Solidarität zu und erinnerte an die 2023 geschlossene Partnerschaft mit der ukrainischen Hauptstadt Kiew. „Wir glauben fest daran, dass Kiew in Zukunft auch eine Stadt der Freiheit sein wird – und die Ukraine ein freies Land“, sagte er unter viel Applaus.
Wegner richtete auch klare Worte an Moskau: „Gebt endlich die ukrainischen Kinder zurück, die ihr entführt habt, und hört endlich auf mit dem Morden. Wir werden nicht wegschauen.“ Nach ukrainischen Angaben wurden Tausende Kinder und Jugendliche aus russisch besetzten Gebieten verschleppt, was Russland stets zurückweist. Wegner bezeichnete den russischen Präsidenten Putin als Kriegsverbrecher, der zur Verantwortung gezogen werden müsse, sobald der Krieg beendet sei.
Große Teilnehmerzahl und emotionale Stimmung
Nach Angaben der Berliner Polizei nahmen an der Kundgebung rund 5.000 Menschen teil, während die Veranstalter von einer noch deutlich höheren Zahl ausgingen. Viele Teilnehmer schwenkten Fahnen in den Farben Blau und Gelb oder legten sie sich um die Schultern, was die emotionale und entschlossene Stimmung der Demonstration unterstrich. Die Veranstaltung diente nicht nur als Zeichen der Solidarität, sondern auch als Appell für verstärkte internationale Hilfe im anhaltenden Konflikt.



