Brand in Berlin-Steglitz: Sechsstöckiges Mehrfamilienhaus evakuiert – 40 Bewohner gerettet
Ein schwerer Brand hat am Abend im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf zu einer großangelegten Evakuierung geführt. In einem sechsstöckigen Mehrfamilienhaus geriet ein Elektroverteilerschrank im Erdgeschoss des Treppenhauses in Flammen, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Die starke Rauchentwicklung und ein versperrter Eingang machten es den rund 40 Bewohnern unmöglich, das Gebäude eigenständig zu verlassen.
Rettungseinsatz unter erschwerten Bedingungen
Die Bewohnerinnen und Bewohner waren in ihren Wohnungen eingeschlossen und machten von Balkonen und Fenstern aus auf sich aufmerksam. Die Feuerwehr rückte mit 76 Einsatzkräften an, da zunächst eine große Anzahl von Verletzten nicht ausgeschlossen werden konnte. Glücklicherweise gab es nach aktuellem Stand keine Verletzten, wie die Behörden bestätigten.
Alle Bewohner wurden sicher aus dem Gebäude gebracht und vor Ort von Ärzten untersucht. Zur Unterstützung des Einsatzes stellte die BVG einen Linienbus bereit, um die geretteten Personen aufzunehmen und zu versorgen.
Haus vorübergehend unbewohnbar – Notunterkünfte eingerichtet
Durch den Brand und die damit verbundene Rauchentwicklung sowie eine zerstörte Stromleitung ist das Haus in der Schildhornstraße vorübergehend nicht mehr bewohnbar. Das Bezirksamt kümmerte sich um Notunterkünfte für diejenigen, die nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen konnten.
Die genaue Ursache des Brandes wird derzeit noch untersucht. Die Feuerwehr betonte, dass der schnelle und koordinierte Einsatz aller Beteiligten dazu beigetragen hat, Schlimmeres zu verhindern. Die Bewohner zeigten sich erleichtert über die professionelle Rettungsaktion, müssen nun aber mit den Folgen des Vorfalls umgehen.



