Warnstreik in Brandenburg: Schulen offen, aber keine Präsenzpflicht für Schüler
Brandenburg: Keine Präsenzpflicht wegen Warnstreik

Warnstreik löst Ausnahmeregelungen für Brandenburger Schulen aus

Der für Freitag angekündigte Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr wird erhebliche Auswirkungen auf den Schulbetrieb in Brandenburg haben. Das Bildungsministerium des Landes hat deshalb besondere Regelungen erlassen, die die Situation für Schülerinnen, Schüler und Eltern entschärfen sollen.

Flexible Lösungen für betroffene Familien

Obwohl alle Schulen im Land Brandenburg regulär geöffnet bleiben, entfällt für diesen Tag die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler. Eltern können eigenständig entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder unter den eingeschränkten Verkehrsbedingungen zumutbar ist. Diese Entscheidung soll unter Berücksichtigung der lokalen Verkehrsmöglichkeiten getroffen werden.

Das Ministerium betont: „Schülerinnen und Schüler gelten an diesem Tag als entschuldigt, wenn die Eltern oder die volljährigen Schüler die Schule rechtzeitig informieren.“ Für die betroffenen Schüler werden alternative Lernmöglichkeiten organisiert.

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Unterrichtsorganisation während des Streiktages

Während die Präsenzpflicht für Schüler ausgesetzt wird, gilt für das pädagogische Personal die reguläre Dienstpflicht. Die Schulen bereiten verschiedene Unterrichtsformen vor:

  • Präsenzunterricht für alle Klassen und Jahrgangsstufen
  • Bereitstellung von Aufgaben für zu Hause bleibende Schüler
  • Möglichkeit zur Organisation von Distanzunterricht
  • Absprachen mit Hortträgern für einen reibungslosen Übergang

Die Schulleitungen wurden angewiesen, mit den Trägern der Horte eine möglichst reibungslose Betreuung der Kinder zu gewährleisten, die trotz der Verkehrseinschränkungen die Schule besuchen.

Hintergrund des Warnstreiks

Die Gewerkschaft Verdi hat den Warnstreik für Freitag und Samstag angekündigt, um im Tarifstreit mit dem kommunalen Arbeitgeberverband Brandenburg Druck aufzubauen. Zu den zentralen Forderungen gehören:

  1. Eine geringere Wochenarbeitszeit für Beschäftigte
  2. Kürzere Schichtzeiten im Dienstplan
  3. Längere Ruhezeiten zwischen den Arbeitseinsätzen

Bereits Anfang Februar hatten die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr die Arbeit niedergelegt, um ihre Forderungen zu unterstreichen. Der aktuelle Warnstreik wird voraussichtlich zu erheblichen Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr führen, was besonders die Schülerbeförderung betrifft.

Das Bildungsministerium appelliert an alle Beteiligten, die besondere Situation an diesem Tag mit Verständnis zu tragen und die getroffenen Regelungen zu beachten. Die Entscheidung über den Schulbesuch liegt letztlich bei den Eltern, die die örtlichen Gegebenheiten am besten einschätzen können.

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