Brandenburg führt doppeltes Länderranking an: Kältester und trockenster Winter
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in seinem aktuellen Bericht eindeutige Daten vorgelegt: Brandenburg war im vergangenen Winter nicht nur das kälteste, sondern auch das trockenste Bundesland in ganz Deutschland. Diese doppelte Spitzenposition unterstreicht die besonderen Wetterbedingungen, die in der Region geherrscht haben.
Temperaturrekorde und eisige Extreme
Der Temperaturmittelwert in Brandenburg lag bei lediglich 0,5 Grad Celsius, was deutlich unter dem deutschen Durchschnitt von 1,8 Grad liegt. Den absoluten Kältepunkt markierte Doberlug-Kirchhain im Landkreis Elbe-Elster am 12. Januar mit frostigen minus 19,6 Grad. Solche Temperaturen sind in den letzten Jahren selten geworden und erinnern an vergangene Winterepochen.
Ein weiteres bemerkenswertes Phänomen war die Schneemenge. Seit 2012 hat es in Brandenburg nicht mehr so viel geschneit wie in diesem Winter, teilt der DWD mit. Dies gilt in ähnlicher Weise auch für das benachbarte Berlin. In verschiedenen Gebieten Brandenburgs lag an 20 bis 40 Tagen eine geschlossene Schneedecke, was für ausgedehnte Winterlandschaften sorgte.
Extreme Trockenheit trotz winterlicher Kälte
Obwohl der Winter kalt und schneereich war, fiel Brandenburg gleichzeitig durch extreme Trockenheit auf. Mit rund 80 Litern Niederschlag pro Quadratmeter wurden nur etwa 65 Prozent der üblichen Mengen erreicht. Diese Kombination aus Kälte und Trockenheit ist meteorologisch besonders und hat Auswirkungen auf Landwirtschaft und Umwelt.
Die Sonne zeigte sich im Winter immerhin 190 Stunden lang, was für einige aufgehellte Tage sorgte. Gegen Ende des Winters, im Februar, stiegen die Temperaturen dann deutlich an und erreichten frühlingshafte Werte von bis zu 18 Grad. Der DWD basiert diese Angaben auf Prognosen für die letzten beiden Februartage.
Regionale Besonderheiten und langfristige Trends
Die Wetterdaten aus Brandenburg verdeutlichen, wie unterschiedlich klimatische Bedingungen innerhalb Deutschlands sein können. Während andere Regionen mildere Winter erlebten, blieb Brandenburg im tiefen Frost. Die geringen Niederschläge könnten langfristig zu Herausforderungen in der Wasserversorgung führen, insbesondere wenn sich dieser Trend in kommenden Jahren fortsetzt.
Der DWD-Bericht liefert damit wichtige Erkenntnisse für Meteorologen, Landwirte und die regionale Planung. Brandenburgs doppelte Spitzenposition im Winterranking unterstreicht die Notwendigkeit, sich auf extreme Wetterlagen einzustellen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.



