Friedensgebet in Berlin: Steinmeier und Geistliche gedenken der Ukraine-Opfer
Friedensgebet: Gedenken an Ukraine-Kriegsopfer in Berlin

Gebet für den Frieden: Staatsspitze und Kirchen gedenken der Ukraine-Opfer

Am vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit Geistlichen verschiedener Konfessionen in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt ein bewegendes Friedensgebet abgehalten. Die Andacht diente dem Gedenken an die Hunderttausenden Opfer, die durch Tod, Leid, Flucht und Zerstörung in den vergangenen vier Jahren zu beklagen sind.

Zeichen der Verbundenheit und Kritik an falschen Propheten

Der katholische Prälat Karl Jüsten betonte, dass diese Gebetsstunde ein deutliches Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine darstelle. „Gewalt darf nicht das letzte Wort haben. Die Gewalt wird auch nicht das letzte Wort haben“, erklärte Jüsten mit Nachdruck. Zugleich kritisierte er scharf jene „falschen Propheten“, die versuchten, die Friedenssehnsucht vieler Menschen in Deutschland für ihre Zwecke auszunutzen.

„Die Versuchung ist für viele groß, sich der eigenen Verpflichtung zur Solidarität zu entziehen“, warnte der Geistliche. Er verwies darauf, dass man sich allen verbunden fühle, die sich nicht mit der Gewalt abfänden – dies gelte auch für Menschen in Russland selbst.

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Evangelische Prälatin mahnt zur Wachsamkeit

Die evangelische Prälatin Anne Gidion erinnerte in ihren Worten an die tiefe Verzweiflung, die in der Ukraine herrsche, die jedoch mit einem bemerkenswerten Mut zum Leben verbunden sei. „Wie lange reicht diese Kraft noch?“, fragte die Theologin besorgt. Sie appellierte an die Menschen in Deutschland, nicht abzustumpfen angesichts des anhaltenden Leids. „Es kann anders werden“, betonte Gidion mit Hoffnung.

Gemeinsames Gebet und prominente Gäste

Jüsten und Gidion beteten gemeinsam mit dem orthodoxen Bischof Emmanuel von Christoupolis für ein baldiges Ende des Krieges. Unter den Teilnehmern der ergreifenden Zeremonie befanden sich neben Bundespräsident Steinmeier auch:

  • Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU)
  • zahlreiche Bundestagsabgeordnete
  • der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev

Die Französische Friedrichstadtkirche bot damit erneut einen würdigen Rahmen für dieses bedeutende politisch-religiöse Ereignis, das die anhaltende Solidarität Deutschlands mit der Ukraine unterstrich.

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