Berlin-Kreuzberg: Görlitzer Park wird ab 1. März nachts geschlossen
Die geplante nächtliche Schließung des Görlitzer Parks in Berlin-Kreuzberg ist von der zuständigen Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) offiziell bestätigt worden. Die Maßnahme soll ab Sonntag, dem 1. März, in Kraft treten, nachdem ursprünglich ein früherer Starttermin zum Jahresbeginn geplant war, der sich jedoch aufgrund von Verzögerungen bei den Bauarbeiten an den Eingängen nicht realisieren ließ.
Details zur nächtlichen Schließung
In der Sitzung des Abgeordnetenhauses erklärte Senatorin Bonde, dass die Bauarbeiten an den neuen Zaunstücken und Eingangstoren nun abgeschlossen seien. „So dass wir ab dem 1. März den Görlitzer Park nachts schließen werden“, sagte sie. Die Schließungszeiten sind saisonal gestaffelt:
- Im Winter gilt die Schließung von 22.00 bis 6.00 Uhr.
- In den Sommermonaten wird der Park von 23.00 bis 6.00 Uhr morgens geschlossen.
Diese Öffnungszeiten sollen an allen Eingängen „sichtbar und verständlich“ ausgehängt werden, um die Besucher frühzeitig zu informieren.
Umsetzung durch privaten Wachdienst
Für die praktische Umsetzung der Schließung ist ein privater Wachdienst verantwortlich. Dieser übernimmt folgende Aufgaben:
- Schließung und Öffnung der Tore zu den festgelegten Zeiten.
- Sicherung der Tore während der Schließungszeiten.
- Kontrollgänge im Park während der Nacht, um Personen zum Verlassen aufzufordern.
- Bei Bedarf Information des Ordnungsamtes oder der Polizei.
Diese Maßnahmen sollen eine konsequente Durchsetzung der neuen Regelungen gewährleisten.
Hintergründe und Kontroversen
Die nächtliche Schließung des Görlitzer Parks ist eine umstrittene Maßnahme, die seit mehreren Jahren diskutiert wird. Ziel von Polizei und Senat ist es, den Drogenhandel im Park zurückzudrängen und die damit verbundene Begleitkriminalität zu reduzieren. Die Schließung soll als präventive Sicherheitsmaßnahme dienen, um die Situation im Park zu entschärfen.
Allerdings stößt die Entscheidung auf Widerstand. Mehrere linke Initiativen protestieren gegen die Pläne und rufen zum zivilen Ungehorsam auf. Sie kritisieren die Schließung als überzogene Maßnahme, die die Freiheitsrechte der Anwohner und Besucher einschränkt und soziale Probleme nicht nachhaltig löst.
Die Umsetzung ab dem 1. März wird daher mit Spannung beobachtet, sowohl von Befürwortern, die sich eine Verbesserung der Sicherheit erhoffen, als auch von Kritikern, die negative Auswirkungen auf das städtische Leben befürchten.



