Moorbauer-Steg wird saniert: Wettlauf gegen die Zeit bis Pfingsten
Moorbauer-Steg: Sanierung vor Pfingststart

Es wird ein Wettlauf mit der Zeit: Zu Pfingsten will der „Moorbauer“ wieder öffnen. Das beliebte Ausflugslokal am Peene-Kanal zwischen Malchin und Kummerower See ist nur von der Wasserseite erreichbar. Doch der 38 Meter lange Steg, an dem Boote anlegen können, ist morsch. Dringende Sanierungsarbeiten haben nun begonnen. „Wir hatten Glück, dass nichts passiert ist“, sagt Lars Grünwoldt von der Eigentümergesellschaft. Noch eine Saison mit dem alten Steg wäre schwierig geworden.

Sanierung des Anlegers in vollem Gange

Bereits vor zwei Jahren begannen die Planungen. Jetzt wird das Projekt umgesetzt, gefördert mit europäischen Mitteln aus dem Leader-Programm. Im Vorfeld schraubten die Gesellschafter das alte Geländer ab und nahmen die Bohlen auf. Seit Anfang Mai arbeiten Benjamin Vetter und Marcus Heller von der Firma „Die Stegbauer“ aus Neukloster an der Erneuerung der Pfahlköpfe und dem Verlegen neuer Planken.

Arbeiten unter Wasser

Von einer schwimmenden Arbeitsplattform mit Kran sägen die Fachleute die Pfähle unter Wasser ab und setzen über die alten Pfeiler neue Metallbuchsen. Diese „Metallköpfe“ halten an den Stellen, an denen der Wasserspiegel schwankt, länger und erleichtern die Wartung. „Die gammeln nicht mehr weg“, erklärt Benjamin Vetter. Insgesamt werden 31 Buchsen eingebaut und sieben Pfähle neu gerammt. Abschließend verlegen die Arbeiter neue Lärchenholz-Planken.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Alternative Lösungen geprüft

Die richtige Sanierungsvariante zu finden, war nicht einfach, sagt „Moorbäuerin“ Uta Berghöfer. Anfangs dachte man über einen Schwimmsteg nach, dann über einen Neubau aus Metall. „Doch alles hat nicht so richtig zum Ambiente gepasst“, meint sie. Zudem hätten für einen Metall-Anleger Stahlrohre ins Flussbett gerammt werden müssen, was zusätzliche Gutachten und Genehmigungen erfordert hätte. Nun haben die „Moorbauern“ eine Lösung gefunden, den Bestand zu erhalten.

Wiederverwendung alter Planken

Die alten Planken werden am anderen Ufer, am Parkplatz, für die Reparatur des Anlegesteges der Tretboot-Schwäne wiederverwendet. Dieser etwa 30 Meter lange Steg wird in Eigenregie saniert und bekommt „22 neue Füße“, erzählt Lars Grünwoldt. Vor 14 Jahren wurde dieser Steg bereits einmal erneuert, damals mit Hilfe der Feuerwehr Malchin. Doch die Zeit für beide Baustellen wird knapp.

Vom Frühjahrs-Hochwasser verschont

Etwa zwei Wochen brauchen die „Stegbauer“ noch für ihre Arbeiten. Und auch sonst haben die Moorbauer-Enthusiasten viel zu tun bis zum Saisonstart. Wenigstens blieben sie dieses Jahr vom Frühjahrs-Hochwasser verschont, dank eines klaren und kalten Winters. Bis auf eine durch Frost gesprengte Toilettenschüssel gab es kaum Schäden. So konnten die Fenster neu verkittet werden, und die Rahmen sollen noch gestrichen werden. Auch alle Tische wurden geschliffen und neu lackiert.

Programm zu Pfingsten

Über Pfingsten erwartet der „Moorbauer“ in der Vorsaison für drei Tage die ersten Gäste. Geplant ist auch eine Modenschau mit Motiven aus dem Moor. Die Kleidung entwarf eine Designerin aus Taiwan, die jetzt in Wolkwitz lebt. Damit die Zeit bis zur eigentlichen Saisoneröffnung am 2. Juli nicht zu lang wird, wagen die Gesellschafter am 5. Juni ein Experiment: Von 18 bis 20 Uhr laden sie zu einem gemeinsamen, öffentlichen Abendessen auf Spendenbasis ein. Interessenten sollten sich anmelden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration