Brandenburger Polizisten verlieren Dienstwaffen – Ehrliche Finder geben sie zurück
In den vergangenen Jahren sind in Brandenburg drei Dienstpistolen von Polizisten kurzzeitig verloren gegangen, wurden jedoch von ehrlichen Findern wieder zurückgegeben. Dies geht aus einer offiziellen Antwort des Innenministeriums und der Polizei auf eine parlamentarische Anfrage des BSW-Abgeordneten Sven Hornauf hervor. Die Vorfälle zeigen bemerkenswerte Sorglosigkeit im Umgang mit scharfen Waffen, werden aber durch die Integrität der Bürger gemildert.
Drei konkrete Vorfälle mit Dienstpistolen
Im Jahr 2022 ließ eine Polizistin ihre Dienstpistole samt vollem Magazin in einer Tasche eines Uniformstücks in der Nähe eines Spielplatzes liegen. Ein aufmerksamer Passant entdeckte die Waffe und übergab sie umgehend der Polizei. Dieser Vorfall hätte schwerwiegende Konsequenzen haben können, wurde aber durch das verantwortungsvolle Handeln des Finders entschärft.
Ein Jahr später, im Jahr 2023, vergaß ein Polizist im Einsatz seine Pistole bei einem Toilettenbesuch, wo er sie abgelegt hatte. Ein Finder brachte die Waffe zur nächsten Polizeidienststelle. Allerdings fehlte bei der Rückgabe ein Schuss im Magazin, was zusätzliche Fragen zur Sicherheit aufwirft. Im selben Jahr ließ ein weiterer Polizist seine Dienstpistole und das Magazin mit 15 Patronen in einem Drogeriemarkt liegen. Ein Angestellter des Geschäfts fand die Waffe und gab sie bei der Polizei ab.
Verlorene Patronen bleiben teilweise verschollen
Neben den Dienstwaffen wurden seit dem Jahr 2020 insgesamt 75 Patronen als verloren gemeldet. Von diesen konnten 50 Patronen wieder aufgefunden werden, wobei 45 davon in den drei Magazinen der verlorenen und wieder gefundenen Pistolen enthalten waren. 25 Patronen blieben jedoch verschollen und sind bis heute nicht wieder aufgetaucht. In den meisten Fällen dieser Verluste blieb unklar, wo genau die Munition abhandenkam. Der Verlust wurde oft erst bei späteren Kontrollen oder während des Schießtrainings festgestellt.
Diese Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit strengerer Kontrollen und Schulungen im Umgang mit Dienstwaffen und Munition. Die Polizei muss sicherstellen, dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden, um die öffentliche Sicherheit nicht zu gefährden. Die ehrlichen Finder in diesen Fällen verdienen jedoch Anerkennung für ihr vorbildliches Verhalten, das möglicherweise Schlimmeres verhinderte.



