Prignitz trotzt Regen und Tauwetter: Hochwasserlage bleibt entspannt
Während in Mecklenburg-Vorpommern Schmelzwasser und Dauerregen zu überschwemmten Straßen führen, zeigt sich die Situation im benachbarten Landkreis Prignitz deutlich entspannter. Kreissprecher Bernd Atzenroth bestätigte auf Anfrage, dass es in den vergangenen Tagen keine vergleichbaren Wetterkapriolen gab und dem Landkreis keine Schadensmeldungen wegen Überflutungen vorliegen.
Nur zwei Nebenflüsse mit erhöhten Pegelständen
Die Hochwasserwarnstufe 1 – die niedrigste von vier Stufen – gilt derzeit lediglich für die Dömnitz am Pegel Pritzwalk-Hainholz. Hier wurde am Sonntag sogar für kurze Zeit die Warnstufe 2 mit einem Pegel von 2,05 Metern überschritten. Der aktuelle Wert liegt laut dem Pegelportal des Brandenburger Landesamtes für Umwelt (LfU) bei 1,76 Metern (gemessen am Montag um 15 Uhr) – und damit sogar wieder leicht unter der Marke von 1,80 Meter, bei der die Stufe 1 ausgelöst wird.
Auch der Pegel der Stepenitz in Meyenburg hat Samstagnacht und Sonntagabend die Hochwassermarke 1 von 1,50 Metern leicht überschritten. Mittlerweile ist der Wasserstand aber wieder unterhalb dieser Marke. In Wolfshagen liegt der aktuelle Stepenitz-Pegel (Montag, 15 Uhr) ebenfalls leicht über der Hochwassermarke 1.
Elbe bleibt unauffällig, Prognose für kommende Woche
Unauffällig ist hingegen der Elbpegel. In Wittenberge lag er am Montagnachmittag bei 2,71 Metern – weit entfernt von der Hochwassermarke 1, die bei fünf Metern ausgerufen wird. Allerdings geht die Prognose des LfU von einem steigenden Pegel aus, der kommende Woche bei rund 3,70 Metern erwartet wird.
Was Alarmstufe 1 bedeutet
Alarmstufe 1 bedeutet, dass die betroffenen Gewässer leicht ausufern können. Die Wasserstände werden regelmäßiger erfasst, Hochwasserschutzanlagen kontrolliert. Eine Gefahr für Anwohner besteht aber nicht. Jedoch sollten laut LfU die Uferbereiche gemieden und Autos aus den gefährdeten Bereichen entfernt werden.
Entspannung der Wetterlage in Sicht
Mit Überflutungen ist nach Angaben des Landkreises auch in den nächsten Tagen nicht zu rechnen. „Ab der Wochenmitte und zum Wochenende soll sich die Wetterlage regenmäßig deutlich entspannen“, so Kreissprecher Bernd Atzenroth. „Daher erwarten wir hier nichts Großes.“ Die Prignitz bleibt damit von den Hochwasserproblemen, die derzeit Teile Mecklenburg-Vorpommerns betreffen, weitgehend verschont.



