Das Ende einer Ära: Spreewaldfest in Lübben nach 45 Jahren gestrichen
Eine langjährige Tradition in Brandenburg ist zu Ende gegangen. Die Stadt Lübben hat das beliebte Spreewaldfest nach 45 Jahren aufgrund finanzieller Engpässe gestrichen. Für viele Brandenburger und auch Berliner war der Besuch dieses Volksfestes ein fester Bestandteil des Jahreskalenders.
Finanzielle Probleme zwingen zur Absage
Die Entscheidung fiel aufgrund der angespannten Haushaltslage der Kommune. Bereits im Januar musste die Tourismus, Kultur und Stadtmarketing GmbH Insolvenz anmelden, was die finanzielle Situation zusätzlich verschärfte. Die Stadt mit ihren rund 14.000 Einwohnern hatte zuvor bereits die Touristen-Information schließen müssen.
Das 45. Spreewaldfest im Jahr 2025 war damit das letzte seiner Art. Bei dieser Jubiläumsveranstaltung gab es neben dem traditionellen Kahn-Korso noch ein Feuerwerk und einen Vergnügungspark – alles bei freiem Eintritt für die Besucher.
Neue Veranstaltung in Planung
Trotz des Endes des traditionellen Spreewaldfestes gibt es Hoffnung auf ein neues Ereignis. Die Stadt- und Überlandwerke GmbH Lübben sowie die Wohnungsbaugesellschaft planen ein dreitägiges Fest als neue Veranstaltung zu etablieren. Die Initiatoren erwarten dabei rund 30.000 Gäste.
Geplant sind eine Hafenmeile mit Händlern und Vereinen, verschiedene Konzerte und natürlich der traditionelle Kahnkorso, der für die Region so charakteristisch ist. Der Spreewald zählt zu den beliebtesten Reisezielen Brandenburgs – allein 2024 wurden mehr als zwei Millionen Übernachtungen in der Region gezählt.
Veranstalter wird noch gesucht
Allerdings steht die Realisierung des neuen Festes noch auf wackeligen Beinen. Für die Durchführung wird aktuell noch ein Veranstalter gesucht, der auch das wirtschaftliche Risiko für das Event tragen soll. Dies stellt eine besondere Herausforderung dar, da die finanzielle Situation in der Kommune nach wie vor angespannt ist.
Die Absage des Spreewaldfestes nach 45 Jahren markiert einen tiefen Einschnitt in das kulturelle Leben der Region. Ob das geplante neue Fest tatsächlich realisiert werden kann und ob es an die lange Tradition anknüpfen wird, bleibt abzuwarten.



