Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern können sich im Rahmen der staatlichen Städtebauförderung über deutlich mehr finanzielle Unterstützung freuen. Wie das Landesbauministerium mitteilte, stehen im Jahr 2026 Mittel in Höhe von mehr als 66 Millionen Euro zur Verfügung. Dies gab Minister Christian Pegel (SPD) anlässlich des Tags der Städtebauförderung bekannt. Die Summe liegt um 12 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahres 2025. Für das Jahr 2027 sind sogar insgesamt rund 80 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln vorgesehen.
Schwerpunkt auf Bildungsinfrastruktur
Die Förderung legt auch in diesem Jahr einen deutlichen Schwerpunkt auf den Bereich Bildung. Insgesamt werden 47 Maßnahmen von 34 Gemeinden unterstützt. Dazu gehören unter anderem die Sanierung und Erweiterung der Grundschule, der Kita und des Hortes in Rerik, ein Ersatzneubau für das Frauenhaus in Rostock sowie der Neubau der Feuerwache in Wismar. Diese Projekte zeigen die breite Palette der Fördermöglichkeiten, die von Bildungsbauten bis hin zu sozialen und sicherheitsrelevanten Einrichtungen reicht.
Langfristige Entwicklung und Ausblick
Seit dem Start der Städtebauförderung im Jahr 1991 wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt rund 2,8 Milliarden Euro an Zuwendungen für 160 Städte und Gemeinden bewilligt. In den kommenden Jahren ist eine weitere deutliche Erhöhung der Mittel geplant. Die Bundesregierung hat angekündigt, die Bundesmittel für alle Bundesländer bis zum Jahr 2029 schrittweise zu verdoppeln – von bisher 790 Millionen Euro auf 1,58 Milliarden Euro. Dies wird den Kommunen zusätzliche Spielräume für wichtige Investitionen in die Infrastruktur und die Lebensqualität vor Ort eröffnen.



