Hollywoodstar bei Berlinale: Channing Tatum teilt persönliche Erziehungsgeschichte
Der US-amerikanische Schauspieler Channing Tatum, bekannt durch Filme wie „Magic Mike“, ist derzeit in Berlin zu Gast und besucht mit einer Armschlinge die Internationalen Filmfestspiele. Bei einem Auftritt auf der Berlinale teilte der 45-Jährige eine bemerkenswerte persönliche Anekdote über seine 12-jährige Tochter Everly, die eine klare Botschaft über Selbstverteidigung und elterliche Unterstützung vermittelt.
Der Vorfall: Tochter beißt Jungen ins Ohr
Tatum erinnerte sich daran, wie er einmal zur Schule seiner Tochter gerufen wurde. Everly habe in einem Streit einer Freundin beistehen wollen und dabei einen Jungen, der übergriffig gewesen sein soll, zu Boden geworfen und ihm ins Ohr gebissen. Der Schauspieler beschrieb seine Reaktion darauf mit den Worten: „Ich saß in der Schule und dachte: Fuck, yeah“. Diese emotionale Reaktion unterstreicht seine Haltung, dass körperliche Selbstverteidigung in bestimmten Situationen gerechtfertigt sein kann.
Eisessen mit klarer Botschaft
Direkt nach dem Vorfall nahm Tatum seine Tochter mit zum Eisessen und führte eine Unterhaltung mit ihr, die thematisch an seinen neuen Film „Josephine“ anknüpft. Er erklärte ihr: „Wenn dir jemand etwas tut, von dem du ihm sagst, dass du das nicht willst, und er nicht auf dich hört, hast du das volle Recht, dich zu wehren, und ich werde immer hinter dir stehen“. Abschließend fügte er mit Nachdruck hinzu: „Legt euch nicht mit meiner Tochter an“.
Berlinale-Auftritt mit Armschlinge
Bei seinem Auftritt in Berlin war Channing Tatum mit einer Armschlinge zu sehen. Medienberichten zufolge wurde er kürzlich an der Schulter operiert. Auf Instagram postete der Star ein Foto, das eine Narbe an seiner Schulter zeigt, und bedankte sich bei seinem Arzt mit der Bemerkung, dass es ihm von Tag zu Tag besser gehe. Trotz dieser gesundheitlichen Einschränkung präsentierte er sich engagiert auf dem Filmfestival.
Neuer Film „Josephine“ im Wettbewerb
Sein neues Filmprojekt „Josephine“, unter der Regie von Beth de Araújo, behandelt ein ähnliches Thema wie die persönliche Geschichte mit seiner Tochter. Das Drama erzählt von einem Mädchen, das in einem Park einen sexuellen Übergriff beobachtet, und den Schwierigkeiten, wie sowohl das Mädchen als auch sein Vater mit der Situation und dem anschließenden Prozess umgehen sollen. Der Film läuft im Wettbewerb der Berlinale und konkurriert damit mit anderen Produktionen um den begehrten Goldenen Bären.
Channing Tatums Auftritt auf der Berlinale verbindet somit persönliche Erfahrungen mit künstlerischer Arbeit und unterstreicht seine Haltung zur Selbstverteidigung und elterlichen Unterstützung in schwierigen Situationen.



