Vor dem Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin hat sich eine kleine Menschenschlange gebildet. Mitarbeiter holen ihr Hab und Gut aus den Räumen. Das Gebäude an der Straße des 17. Juni ist wegen gravierender Mängel auf vorübergehende Zeit geschlossen.
Sie kommen mit Tüten und Rucksäcken, eine Frau hat einen Rollwagen dabei, ein Mann trägt einen Monitor aus dem Gebäude. Es dürfe immer nur eine bestimmte Anzahl an Personen rein, sagt ein TU-Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden möchte. Online hätten die TU-Beschäftigten sich einen Zeitslot buchen können, erzählt er. Alles laufe geordnet ab, aber auch „streng“. Weil er die Bestätigungsmail für seinen Zeitslot nicht gefunden habe, hätte er wieder rausgemusst und sich einen neuen Termin buchen müssen.
Eine studentische Hilfskraft kommt mit zwei großen blauen Tüten aus dem Gebäude, in denen sie mehrere Zimmerpflanzen, Bücher und einen Wasserkocher verstaut hat. „Es gibt bald wahrscheinlich Ausweichbüros“, sagt sie. Bis dahin bleibe sie erst einmal im Homeoffice.
Weitere Schritte geplant
Heute Mittag möchte die Universität Studierende und Beschäftigte über das weitere Vorgehen informieren. Die Schließung des Hauptgebäudes betrifft zahlreiche Mitarbeiter, die nun vorübergehend von zu Hause arbeiten oder in Ausweichbüros untergebracht werden sollen. Die genauen Gründe für die Mängel wurden noch nicht im Detail kommuniziert, aber die Sicherheit der Nutzer hat oberste Priorität.
Die Räumungsaktion verlief bisher reibungslos, obwohl einige Mitarbeiter über die strenge Organisation klagten. Die TU Berlin bemüht sich, den Betrieb so weit wie möglich aufrechtzuerhalten, während die notwendigen Reparaturen durchgeführt werden.



