Warnstreik legt Nahverkehr in Brandenburg lahm - Verdi meldet hohe Beteiligung
Warnstreik legt Nahverkehr in Brandenburg lahm

Warnstreik legt Nahverkehr in Brandenburg lahm - Verdi meldet hohe Beteiligung

Die Gewerkschaft Verdi hat mit einem umfangreichen Warnstreik weite Teile des öffentlichen Nahverkehrs in Brandenburg zum Erliegen gebracht. Die Beteiligung an der Arbeitsniederlegung übertraf nach Angaben der Gewerkschaft sogar noch die Werte des ersten Warnstreiks Anfang Februar, wie Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Germanus mitteilte. In zahlreichen Betrieben seien die Pforten komplett geschlossen geblieben, was zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Verkehr führte.

48-stündiger Streikaufruf mit deutlichen Auswirkungen

Im Tarifkonflikt mit dem kommunalen Arbeitgeberverband rief Verdi für 48 Stunden zum Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr auf. Der öffentliche Nahverkehr ist praktisch lahmgelegt, bestätigte ein Sprecher der Potsdamer Stadtwerke. Im Stadtverkehr der Landeshauptstadt sei kaum etwas gefahren, und auch in anderen brandenburgischen Städten wie Cottbus und Frankfurt (Oder) blieben Busse und Straßenbahnen auf den Betriebsgeländen stehen.

Die Streikmaßnahmen betrafen insgesamt 16 Nahverkehrsbetriebe im gesamten Bundesland. Einige Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe wollen den Warnstreik auch am Samstag fortsetzen, während in Potsdam der Betrieb bereits wieder normal anlaufen soll. Welche Betriebe sich weiterhin an den Arbeitsniederlegungen beteiligen werden, konnte die Verdi-Sprecherin nicht konkret benennen.

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Umfangreiche Forderungen der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft Verdi stellt im laufenden Tarifstreit umfassende Forderungen für die Beschäftigten im Nahverkehr:

  • Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 36 Stunden
  • Eine Gehaltserhöhung von zwölf Prozent, mindestens jedoch 400 Euro
  • Einführung eines 13. Monatsgehalts
  • Erhöhung der Urlaubstage auf 32 Tage pro Jahr
  • Verlängerung der Ruhezeiten zwischen den Schichten von zehn auf elf Stunden

Betroffene Verkehrsunternehmen

Zu den beteiligten Betrieben gehörten unter anderem:

  1. Uckermärkische Verkehrsgesellschaft
  2. Barnimer Busgesellschaft
  3. Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder)
  4. Busverkehr Oder-Spree
  5. Mobus Märkisch-Oderland Bus
  6. Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn
  7. Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft
  8. Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel
  9. Verkehrsbetrieb Potsdam
  10. Regiobus Potsdam Mittelmark
  11. Havelbus Verkehrsgesellschaft
  12. Verkehrsgesellschaft Teltow Fläming
  13. Cottbusverkehr
  14. Spree-Neiße Cottbusverkehr
  15. Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme Spreewald
  16. Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz

Die erneuten Warnstreiks folgen auf bereits Anfang Februar durchgeführte Arbeitsniederlegungen und verdeutlichen die anhaltenden Spannungen im Tarifkonflikt um die Arbeitsbedingungen im brandenburgischen Nahverkehr.

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