Vierter Jahrestag des Ukraine-Krieges: Woidke mahnt dringend zum Frieden
Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eindringlich ein schnelles Ende der Kampfhandlungen gefordert. Der Regierungschef verwies in einer Stellungnahme gegenüber der Deutschen Presse-Agentur auf die dramatischen humanitären Folgen des Konflikts, der am 24. Februar 2022 begann.
Appell an Putin und Schilderung der humanitären Krise
„Zigtausend Zivilistinnen und Zivilisten, darunter viele Kinder, haben ihr Leben verloren. Hunderttausende Soldaten auf beiden Seiten sind ums Leben gekommen“, sagte Woidke mit deutlichen Worten. Der SPD-Politiker richtete einen direkten Appell an Russlands Präsidenten Wladimir Putin: „Dieser furchtbare Krieg muss endlich beendet werden. Putin hat es in der Hand, einem sofortigen Waffenstillstand zuzustimmen und diesen Krieg zu beenden.“
Woidke schilderte die prekäre Situation der ukrainischen Bevölkerung, die sich im Winter weiter verschärfe. „Die Situation der Bevölkerung in der Ukraine wird immer schwieriger“, warnte der Brandenburger Regierungschef. „Bei eisigen Temperaturen und Energieausfällen infolge von andauernden Angriffen auf die Wärme- und Stromversorgung leiden die Menschen täglich in den Städten und Dörfern.“
Solidarität und Integration in Brandenburg
Seit Kriegsbeginn sind Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer geflohen, Tausende fanden auch in Brandenburg Zuflucht. Die Landesintegrationsbeauftragte Diana Gonzalez Olivo rief zu anhaltender Solidarität auf. „Die Hoffnung, in die Ukraine zurückzukehren und Angehörige wieder sehen zu können, schwindet von Tag zu Tag“, sagte Gonzalez Olivo. Sie würdigte das Engagement ukrainischer Vereine, die Hilfe für ihre Landsleute organisieren. „Wir stehen weiterhin an der Seite der Menschen, die hier Schutz gesucht haben, und unterstützen sie auf ihrem Weg zur gesellschaftlichen Teilhabe.“
Engagement von Hilfsinitiativen
Dan Grabov vom Verein Ukraine-Hilfe Potsdam betonte die Bedeutung kontinuierlicher Unterstützung. „Die Opfer des Krieges sind unsere Nachbarn – sie brauchen weiterhin Aufmerksamkeit und Mitmenschlichkeit.“ Volodymyr Kokhan vom Verein Push UA verwies auf den langen Kampf der Ukraine: „Seit zwölf Jahren kämpfen die Menschen in der Ukraine für Freiheit und Unabhängigkeit.“
In Brandenburg fanden am Dienstag mehrere Veranstaltungen zum Gedenken an den Kriegsbeginn statt. In Potsdam war um 16.45 Uhr eine Solidaritätskundgebung mit der Ukraine auf dem Alten Markt nahe dem Landtag geplant. In Frankfurt (Oder) begann um 17.00 Uhr eine Kundgebung am Rathaus unter dem Motto „Licht in der Dunkelheit“. Diese Aktionen unterstreichen die anhaltende Verbundenheit Brandenburgs mit der Ukraine in dieser schwierigen Zeit.



