A24-Brückenbau in Mecklenburg-Vorpommern nähert sich dem Ende
Erneut steht für Pendler auf der A24 eine Geduldsprobe bevor: Die Autobahn zwischen Wöbbelin und Bandenitz wird ab Mittwoch für einen Tag komplett gesperrt. Grund sind die fortlaufenden Brückenbauarbeiten, bei denen die erste Behelfsbrücke über die Eisenbahnstrecken Schwerin-Ludwigslust nahe Lüblow eingesetzt werden soll. Die bundeseigene Autobahngesellschaft teilte mit, dass die Sperrung von Mittwoch 6 Uhr bis Donnerstag 10 Uhr dauern wird.
Weitere Sperrungen und Baufortschritt
Mit dem Einbau der Behelfsbrücke nähern sich die bis Juni geplanten Arbeiten allmählich dem Ende. Allerdings müssen Autofahrer in Richtung Hamburg oder Berlin in den kommenden Wochen mit weiteren drastischen Einschränkungen rechnen. Anfang April ist die nächste Vollsperrung des Abschnitts geplant, wenn nahe Neu Zachun eine weitere Behelfsbrücke über die wichtige Eisenbahn-Pendlerstrecke Schwerin-Hagenow-Hamburg eingebaut wird.
Die neuen Brücken ersetzen die bisherigen, 1982 errichteten Überführungen, die sich in einem schlechten Zustand befanden. Bereits seit längerer Zeit war auf der A24 nahe Lüblow aus Sicherheitsgründen die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt worden. Die Autobahngesellschaft betont, dass diese Maßnahmen notwendig sind, um die Verkehrssicherheit langfristig zu gewährleisten.
Offizielle Umleitung und Probleme für Anwohner
Für die Zeit der Autobahnsperrung wird der Verkehr in beide Richtungen über die ausgeschilderten Umleitungsstrecken U5 und U6 umgeleitet. Diese führen über die Landesstraße L072 nach Ludwigslust und weiter über die Bundesstraße 5 nach Hagenow. Allerdings haben die vergangenen Sperrungen gezeigt, dass viele Autofahrer nicht der offiziellen Route folgen, sondern über die enge Landesstraße L092 ausweichen.
Dies führte zu erheblichen Problemen: Staus an Ampelanlagen, Engstellen in Kurvenbereichen und in Ortsdurchfahrten wie Fahrbinde, Kraak, Hoort und Bandenitz belasteten sowohl die Fahrer als auch die Anwohner. Der starke Verkehr verursachte teilweise Schäden an den Straßenrändern, die nun ausgebessert werden müssen. Die Autobahngesellschaft appelliert an die Fahrer, die offiziellen Umleitungen zu nutzen, um weitere Belastungen zu vermeiden.
Umfangreiche Bauarbeiten auf der A24
Insgesamt laufen in diesem Jahr auf dem etwa 90 Kilometer langen MV-Abschnitt der A24 zwischen Suckow und Valluhn-Gallin die Erneuerungen von vier Brücken. Neben den beiden Behelfs-Eisenbahnbrücken nahe Neu Zachun und Lüblow wird auch die Überfahrt nahe Dodow bis November erneuert. Zudem wird im Abschnitt zwischen Zarrentin und Wittenburg eine weitere Brücke saniert.
Die Gesamtkosten für diese Brückenbauarbeiten belaufen sich auf 16,5 Millionen Euro. Ronald Normann, Chef der Autobahn-Niederlassung Nordost, erwartet, dass auf der A24 in diesem Jahr mit den meisten Verkehrsbehinderungen gerechnet werden muss. Trotz der kurzfristigen Einschränkungen sind die Maßnahmen essenziell, um die Infrastruktur nachhaltig zu verbessern und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.



