Bahn sucht Testfahrer für neues Nord-Süd-Netz: Bewerbungsfrist endet bald
Bahn sucht Testfahrer für neues Nord-Süd-Netz

Mitmachen statt meckern: Bahn sucht Testfahrer für neues Nord-Süd-Netz

Die Deutsche Bahn und Zufriedenheit in einem Satz? Was für manche wie eine komödiantische Kombination klingt, ist das erklärte Ziel eines aktuellen Aufrufs der regionalen Bahn-Tochterfirma DB Regio Nordost. Das Unternehmen plant, im Dezember das neue Netz "Nord-Süd" in Betrieb zu nehmen, das modernisierte Züge und eine erhöhte Frequenz der Fahrten verspricht. Bevor der reguläre Betrieb startet, sucht die Bahn jedoch engagierte Testpersonen, die den Netzplan auf seine Praxistauglichkeit überprüfen sollen.

Wer kann sich als Bahn-Checker bewerben?

Gesucht werden Testfahrer aus den Regionen Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Ideal sind Bewerber, die das bestehende Streckennetz gut kennen, regelmäßig mit der Bahn unterwegs sind und Interesse daran haben, hinter die Kulissen des Bahnbetriebs zu blicken. Die ausgewählten Testpersonen erhalten die Möglichkeit, die neuen Züge ausgiebig zu testen, Werkstätten zu besichtigen und direkte Gespräche mit verantwortlichen Bahnmitarbeitern zu führen. Ihre Eindrücke und Erfahrungen sollen anschließend auf Social-Media-Kanälen und anderen Informationsplattformen geteilt werden, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.

Bewerbungsverfahren und Fristen

Interessierte haben nur noch bis Freitag, den 20. Februar, Zeit, sich für diese ungewöhnliche Tätigkeit zu bewerben. Das Bewerbungsverfahren ist bewusst modern gestaltet: Auf der entsprechenden Bahn-Webseite muss ein etwa dreiminütiges Video eingereicht werden, in dem drei zentrale Fragen beantwortet werden müssen. Diese betreffen die persönliche Motivation des Bewerbers als "Bahn-Checker", seine Verbindung zur Region sowie konkrete Fragen, die er an die Deutsche Bahn hat. Diese Herangehensweise soll sicherstellen, dass wirklich engagierte und kritische Testfahrer gefunden werden.

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Was verspricht das neue Nord-Süd-Netz?

Die Deutsche Bahn verspricht mit dem neuen "Nord-Süd"-Netz, dass Passagiere "noch einfacher und komfortabler" ans Ziel gelangen werden. Konkret betrifft dies in Mecklenburg-Vorpommern die Regionalbahnlinien RE3, RE4, RE5 und RE51. Die angekündigten Verbesserungen umfassen:

  • Mehr Sitzplätze in den Zügen
  • Zusätzliche Fahrradstellplätze für umweltbewusste Reisende
  • Schnellere Verbindungen zwischen den wichtigen Knotenpunkten
  • Erhöhter Komfort durch modernisierte Fahrzeuge

Ein quantitatives Ziel ist die Steigerung der jährlich gefahrenen Zugkilometer von aktuell 9,4 Millionen auf 11,6 Millionen. Dies unterstreicht den Anspruch, das Angebot im Regionalverkehr deutlich auszubauen.

Hintergrund und Investitionen

Der zugrunde liegende Vertrag zwischen den Verkehrsgesellschaften in Mecklenburg-Vorpommern (VMV), Berlin-Brandenburg (VBB) und Sachsen-Anhalt (NASA) hat eine Laufzeit von Dezember 2026 bis 2038. Für die umfassende Modernisierung des Bahnnetzes im Nordosten Deutschlands sind erhebliche Investitionen geplant: 110 bestehende Doppelstockwagen sollen umgebaut und 15 komplett neue Fahrzeuge angeschafft werden. Diese Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie, die Attraktivität des Schienenverkehrs in der Region nachhaltig zu steigern und damit auch einen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten.

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