Großveranstaltung der Bundeswehr auf Neubrandenburger Marktplatz
Der Neubrandenburger Marktplatz stand am Freitagmittag ganz im Zeichen der Bundeswehr. Hunderte Soldaten der Panzergrenadierbrigade 41, die in den vergangenen sechs Monaten die NATO-Ostflanke in Litauen gesichert hatten, wurden bei einer feierlichen Zeremonie öffentlich in der Heimat willkommen geheißen. Die Veranstaltung markierte nicht nur den erfolgreichen Abschluss eines wichtigen Auslandseinsatzes, sondern auch einen bedeutenden Kommandowechsel innerhalb der Brigade.
Öffentliche Würdigung für multinationalen Einsatz
Tobias Tiedau, bis Mittwoch Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 411, erläuterte im Gespräch mit dem Nordkurier die Bedeutung der öffentlichen Anerkennung. "Die Soldaten haben sechs Monate fern der Heimat Dienst geleistet", betonte er nachdrücklich. Die multinationale Kampfgruppe unter deutscher Führung bestand aus etwa 1400 Soldaten verschiedener Nationen, darunter Belgien, Niederlande, Luxemburg, Norwegen und Tschechien. Von Sommer 2025 bis zum Jahresbeginn 2026 waren diese Truppen in Litauen stationiert, um die östliche Flanke des NATO-Bündnisses zu sichern.
Außenminister Wadephul ehrt die Truppe
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hatte sich eigens für den Rückkehrer-Appell auf den Weg in die Vier-Tore-Stadt gemacht. In seiner emotionalen Rede auf dem Marktplatz betonte er die Entschlossenheit, die er in den Gesichtern der Soldaten erkennen konnte. "Die gesamte Welt braucht den Einsatz dieser Soldaten", erklärte Wadephul mit Blick auf die aktuelle globale Sicherheitslage. Für ihn persönlich sei es eine "große Ehre", vor den zurückgekehrten Truppen sprechen zu dürfen. Gemeinsam mit Neubrandenburgs Oberbürgermeister Nico Klose (parteilos) ging der Minister über den Platz, um sich persönlich bei den Soldaten zu bedanken.
Kommandowechsel bei der Panzergrenadierbrigade 41
Parallel zur Rückkehrerfeier vollzog sich ein wichtiger Wechsel an der Spitze der Brigade. Oberst Karsten Krämer übernahm das Kommando über die Panzergrenadierbrigade 41 von Brigadegeneral Ralf Peter Hammerstein. In seiner letzten Rede als Kommandeur bedankte sich Hammerstein ausführlich für den außerordentlichen Einsatz der Soldaten an der NATO-Ostflanke. "Die Soldaten haben in dem sechsmonatigen Einsatz eine exzellente Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt", würdigte der scheidende General. Gleichzeitig mahnte er jedoch, dass sich die Bundeswehr trotz dieser Erfolge nicht ausruhen dürfe. "Wir kämpfen für die Freiheit", betonte Hammerstein nachdrücklich, bevor er das Kommando offiziell übergab.
Breite lokale Unterstützung und festlicher Rahmen
Die Veranstaltung wurde von zahlreichen lokalen Persönlichkeiten begleitet, darunter Landrat Thomas Müller (CDU) und weitere Vertreter aus Politik und Verwaltung. Viele Neubrandenburger Passanten verfolgten das Geschehen bei sonnigem Frühlingswetter auf dem historischen Marktplatz. Für die musikalische Untermalung sorgte das Heeresmusikkorps Neubrandenburg, das mit festlichen Klängen den feierlichen Charakter der Veranstaltung unterstrich. Die Panzergrenadierbrigade 41 mit Hauptsitz in Neubrandenburg unterhält weitere Standorte in Viereck (Vorpommern-Greifswald), Hagenow (Ludwigslust-Parchim), Eutin (Schleswig-Holstein) und Havelberg (Sachsen-Anhalt).



