EU mobilisiert 760 Millionen Euro Soforthilfe für europäische Fischer in der Krise
EU: 760 Mio. Euro Soforthilfe für Fischer in der Krise

EU mobilisiert 760 Millionen Euro Soforthilfe für europäische Fischer in der Krise

Die Europäische Union hat angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen für die Fischereiindustrie ein umfangreiches Hilfspaket in Höhe von 760 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Diese Mittel, die bereits für Krisenhilfe bis zum Jahr 2027 vorgesehen waren, können nun von den Mitgliedstaaten aktiviert werden, um Fischer, Aquakulturerzeuger, Verarbeiter und Einzelhändler finanziell zu unterstützen.

Hintergrund der Krise

Die Feindseligkeiten im Nahen Osten haben zu einem erheblichen Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise geführt. Dies hat die Betriebskosten in der gesamten Fischerei- und Aquakulturbranche der EU massiv erhöht und die Gewinnsparen stark gedrückt. Ein Teil der Fischereiflotte der Union musste den Betrieb bereits aufgrund der geringeren Rentabilität einstellen. Die gestörten Handelsrouten verschärfen die Situation zusätzlich und setzen die Branche unter enormen Druck.

Details der Hilfsmaßnahmen

Die EU-Mitgliedstaaten können nun selbst entscheiden, ob und in welcher Form sie die verfügbaren Mittel einsetzen. Die Hilfen umfassen zwei zentrale Komponenten:

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  • Finanzieller Ausgleich für Einkommensverluste und zusätzliche Kosten: Diese Zahlungen sollen die durch die aktuelle Marktstörung entstandenen Verluste abfedern, einschließlich der gestiegenen Energiepreise.
  • Lagerbeihilfen für Organisationen: Diese Unterstützung dient dazu, Erzeugnisse vorübergehend zu lagern, um die Marktpreise zu stabilisieren und eine weitere Destabilisierung zu verhindern.

Die Maßnahmen gelten rückwirkend ab dem 28. Februar 2026 und können für Ausgaben bis Ende des Jahres 2026 in Anspruch genommen werden. Zusätzlich plant die EU, zeitlich begrenzte staatliche Beihilfen zu ermöglichen, die derzeit noch in der Abstimmung sind.

Vergleich mit früheren Krisen

Diese Initiative erinnert an vergleichbare Krisenhilfen, die die EU bereits 2022 nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine bereitgestellt hatte. Sie unterstreicht die Entschlossenheit der Union, kritische Sektoren in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu stützen und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten.

Für Deutschland liegen noch keine konkreten Angaben vor, wie die Bundesregierung die verfügbaren Mittel nutzen wird. Die Entscheidung obliegt den nationalen Behörden, die die Hilfen entsprechend den lokalen Bedürfnissen verwalten und ausgestalten können.

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