Glätte-Chaos im Norden: Über 100 Unfälle in einer Nacht - Schwerverletzte in Hamburg und Schleswig-Holstein
Glätte-Chaos: Über 100 Unfälle in Norddeutschland

Winterchaos auf norddeutschen Straßen: Glätte verursacht über 100 Unfälle

Das anhaltende Winterwetter hat den Norden Deutschlands weiterhin fest im Griff und sorgte in der vergangenen Nacht für erhebliche Probleme auf den Straßen. Glatte Fahrbahnen führten zu einem wahren Unfallchaos in Hamburg und Schleswig-Holstein, wo die Polizei mehr als 100 wetterbedingte Verkehrsunfälle registrierte.

Schwerverletzte bei Unfällen auf winterglatten Straßen

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es bei den nächtlichen Unfällen zu mehreren Fällen mit Schwerverletzten gekommen ist. Besonders dramatisch verlief ein Unfall auf der Bundesstraße 5, wo ein Autofahrer bei hoher Geschwindigkeit auf der winterglatten Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.

Der Fahrer geriet in den Gegenverkehr und kollidierte mit zwei weiteren Fahrzeugen, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer eines entgegenkommenden Wagens erlitt dabei schwere Verletzungen und musste umgehend in ein Krankenhaus gebracht werden. Vier weitere Personen wurden bei diesem Unfall leicht verletzt.

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Weitere schwere Unfälle in Hamburg und Schleswig-Holstein

In Hamburg kam es zu einem weiteren schweren Unfall, bei dem ein Fahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Laternenmast schwer verletzt wurde. Die Feuerwehr musste den Verletzten aus seinem Fahrzeug befreien. Auch hier war laut Polizeiangaben eine zu hohe Geschwindigkeit auf der glatten Straße die Ursache des Unglücks.

Auch in Schleswig-Holstein blieben schwere Unfälle nicht aus. In Kollmar im Kreis Steinburg kam ein Autofahrer aufgrund der Glätte von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Der Fahrzeugführer wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Autobahnsperrung und überlastete Leitstellen

Besonders betroffen von dem Glätte-Chaos war der Südosten Schleswig-Holsteins. Die örtliche Leitstelle zählte insgesamt 106 Unfälle im Zusammenhang mit den winterlichen Straßenverhältnissen. Ein Polizeisprecher schilderte die dramatische Situation: „Immer, wenn wir einen Unfall aufnehmen wollten, passierte drei Meter daneben schon der nächste“.

Infolge der zahlreichen Unfälle und der gefährlichen Straßenverhältnisse wurde die Autobahn 24 bei Gudow im Kreis Herzogtum Lauenburg zwischenzeitlich komplett gesperrt. Die Sperrung diente sowohl der Unfallaufklärung als auch der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer.

Entspanntere Situation in Mecklenburg-Vorpommern

Während in Hamburg und Schleswig-Holstein das Chaos herrschte, blieb die Situation in Mecklenburg-Vorpommern vergleichsweise ruhig. Ein Polizeisprecher aus Neubrandenburg berichtete: „In einigen Nebenstraßen war es sicher noch glatt, aber wir hatten in der Nacht nur Blechschäden“.

Demzufolge seien vermehrte Unfälle wegen Glätte im Nordosten der Republik ausgeblieben. Die Polizei führt dies auf unterschiedliche Wetterbedingungen und möglicherweise auch auf eine angepasste Fahrweise der Verkehrsteilnehmer in dieser Region zurück.

Die Behörden raten allen Autofahrern weiterhin zu besonderer Vorsicht und einer den Straßenverhältnissen angepassten Geschwindigkeit. Das winterliche Wetter mit glatten Straßen erfordert erhöhte Aufmerksamkeit und defensive Fahrweise, um weitere Unfälle zu vermeiden.

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